Stadtbrandmeister blickt zurück
Stabile Mitgliederzahlen bei den Winsener Feuerwehren

Stadtbrandmeister
Uwe Ehlers
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Was ihn besonders freut: "Die Mitgliederzahlen sind stabil." Derzeit verrichten 743 Mitglieder ihren Dienst in den Wehren. Das ist ein Plus von 18 Feuerwehrleuten. Diese teilen sich in 128 weibliche und 615 männliche Mitglieder auf.
In den 13 Jugendfeuerwehren sind 248 Jugendliche aktiv, 162 Jungen und 86 Mädchen. Die neun Kinderfeuerwehren zählen 95 Jungen und 66 Mädchen.
Aufgrund der Pandemie mussten zahlreiche Veranstaltungen der Feuerwehren abgesagt werden, auch die Truppmannausbildung wurde im März abgebrochen. Drei Wehren mussten im März wegen des Lockdowns sogar ihre Jahreshauptversammlungen absagen. Auch die Aus- und Fortbildungen waren betroffen. Sämtliche Dienste wurden eingestellt. Als dann die ersten Lockerungen im Sommer kamen, wurden für einen kurzen Zeitraum Dienste in kleinen Gruppen durchgeführt. Diese wurden aber auch wieder eingestellt. "Angeboten wurden den Mitgliedern der Wehren Videofilme für die Ausbildung", so Ehlers.
Gefeiert werden sollte das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehren Winsen und Tönnhausen. Diese Jubiläumsfeiern fielen ebenfalls Corona zum Opfer.
Gesichert, so der Stadtbrandmeister, war aber zu jeder Zeit die Einsatzbereitschaft zum Wohle der Bürger der Stadt. Die 13 Ortsfeuerwehren der Stadt rückten im vergangenen Jahr zu insgesamt 296 Einsätzen aus, davon 80 Brandeinsätze, darunter sechs Großbrände. Ehlers erinnert besonders an den Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes in Scharmbeck, an ein Feuer in einem Wohn- und Geschäftshaus in Winsen, einen Dachstuhlbrand in Winsen und ein Feuer in der alten Chemiefabrik in Roydorf. Die Wehren der Stadt Winsen rückten auch zur Unterstützung in Nachbargemeinden aus. In dem Bereich der Hilfeleistungen war eine Steigerung bei Einsätzen der verschlossenen Notfalltüren, Tragehilfen für den Rettungsdienst und Verkehrsunfällen zu beobachten. "Besonders erwähnenswert sind bei den Hilfeleistungen große Suchaktionen nach vermissten Personen, dies nicht nur an Land, sondern auch auf der Elbe, oder die Hilfe für in Not geratene Sportboote im Bereich der Elbe", so Ehlers. "Besonders war auch der Austritt von Gas nach einem Rohrbruch in Winsen oder der Austritt von einem gefährlichen Stoff beim Krankenhaus Winsen." Von großen Unwettereinsätzen sei die Stadt dagegen verschont geblieben.
Außerhalb von Einsätzen und ausgefallenen Veranstaltungen gab es folgende erwähnenswerte Ereignisse im vergangenen Jahr:
<Aufz>Im Januar wurde Manuela Spende zur Ortsbrandmeisterin in Laßrönne gewählt. Sie ist damit die erste Frau an der Spitze einer Ortsfeuerwehr der Stadt.
In Pattensen wurde im Februar das neue Feuerwehrhaus seiner Bestimmung feierlich übergeben.
In Laßrönne wurde mit dem Neubau des Feuerwehrhauses im April begonnen.
Im August wurde die neunte Kinderfeuerwehr in Pattensen gegründet. Christoph Eggers wurde zum Ehrenortsbrandmeister der Ortswehr Pattensen ernannt, ferner wurde an die Pattensener Wehr ein neues Löschfahrzeug übergeben.</Aufz>
"Sehr erfreulich ist, das von der Verwaltung und der Politik das überarbeitete Feuerschutzkonzept genehmigt wurde", so Uwe Ehlers. "Dieses Konzept enthält u.a. neue Laufzeiten für 31 Fahrzeuge der Ortswehren."

Stadtbrandmeister
Uwe Ehlers
Sechs Großbrände forderten die Winsener Wehren im
vergangenen Jahr. Darunter auch der Brand eines Wohn- und
Geschäftshauses am Borsteler Weg   Fotos: Burkhard Giese
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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