Tatort Supermarktparkplatz - Weiterhin viele Kfz-Aufbrüche

Die Täter schlagen schnell und nahezu lautlos zu
  • Die Täter schlagen schnell und nahezu lautlos zu
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  • hochgeladen von Thomas Lipinski

Die Polizei Winsen sucht dringend eine Zeugin für eine Tat am 19. Dezember

thl. Winsen. Jeder weiß es - und doch passiert es immer wieder: Kurz Einkaufen gehen und die Handtasche im Auto lassen. Ganz nach dem Motto: "Ich bin ja schnell zurück. Da reicht meine Geldbörse." Wenig später folgt dann die böse Überraschung: die Scheibe wurde eingeschlagen und die Handtasche geklaut.
Seit einigen Monaten werden im Stadtgebiet vermehrt Pkw aufgebrochen (das WOCHENBLATT berichtete bereits im Oktober über dieses "Phänomen"). Mittlerweile sind bei der Polizei mehr als 20 Taten registriert. "Bevorzugt greifen die Täter in den frühen Abendstunden auf Supermarktparkplätzen zu", sagt Polizeisprecher Jan Krüger.
Die Polizei geht davon aus, dass die Diebe selten gänzlich unbeobachtet sind und bittet die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen unverzüglich zu melden. Denn: "Die Täterhinweise liegen nahezu bei Null", sagt Ulrich Grimm, Chef-Fahnder der Kripo. Man vermute aber, dass es sich um örtliche Täter handelt. Und: Dass die Tatobjekte vorher ausbaldowert werden. "Man kann davon ausgehen, dass sich die Gauner auf den Parkplätzen herumtreiben und sich die vorfahrenden Autos genau ansehen", sagt der Beamte. Dafür spricht die Tatsache, dass die Geschädigten in allen Fällen nur wenige Minuten verschwunden waren. Diese Zeit reicht den Gangstern aber schon aus.
Abgesehen haben es die Kriminellen nach Aussage der Polizei aber auf hochwertige Handys. Grimm: "Die geklauten Handtaschen wurden samt anderem Inhalt im Stadtgebiet wiedergefunden."
Da die Täter ihre Opfer beobachten, nützt es auch nichts, die Handtasche unterm Sitz oder im Kofferraum zu verstecken. "Ein Auto ist eben kein Tresor", gibt Grimm zu bedenken.
Der Kripo-Chef appelliert an die Bürger, wachsam zu sein. "Bei verdächtigen Beobachtungen sofort die 110 anrufen und dabei möglichst eine exakte Täterbeschreibung sowie eventuelle Fluchtfahrzeuge oder -richtungen durchgeben. Dabei gilt immer: Lieber einmal mehr als einmal zu wenig anrufen. Selbst wenn sich die Beobachtung als falsch herausstellt, muss niemand befürchten, mit den Einsatzkosten belastet zu werden."
Allerdings sollten die Zeugen der Polizei dann auch für eine Aussage zur Verfügung stehen. Nicht so, wie bei einem Kfz-Aufbruch am 19. Dezember gegen 15.30 Uhr auf dem Rewe-Parkplatz in der Schirwindter Straße. Hier soll eine Dame die Tat beobachtet und die Täter mit ihrem Pkw verfolgt haben. Leider hat diese wichtige Zeugin sich selbst bislang nicht bei der Polizei gemeldet.
Hinweise nimmt die Polizei Winsen unter der Tel. 04171 - 7960 entgegen.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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