Vorsicht, falsche Polizisten

Polizeisprecher Jan Krüger

thl. Buchholz. In den vergangenen Wochen sind vermehrt ältere Bürger durch Unbekannte telefonisch kontaktiert worden. Vor allem im Raum Buchholz gab es Anrufe, bei denen sich Personen als Polizeibeamte ausgaben. Sie versuchten, den Angerufenen ein polizeiliches Ermittlungsverfahren vorzugaukeln, in dem gegen das eigene Bankinstitut ermittelt wird. Die Angerufenen sollten auf diese Art und Weise dazu gebracht werden, hohe Geldbeträge von Ihrem Konto abzuheben und diese später einem vermeintlichen Polizeibediensteten zu übergeben, damit es gesichert oder auf Spuren untersucht werden könne. Später sollen die Betroffenen dann das Geld zurück erhalten. Hierbei wird den Betroffenen geraten, niemanden sonst zu trauen und auch mit niemandem über die "Ermittlungen" zu sprechen.
"Die meisten Anrufer haben den Braten gerochen und sich an die 'richtige' Polizei gewandt. In zwei bekannten Fällen waren die Täter jedoch erfolgreich. Sie erbeuteten in diesen Fällen mehrere 10.000 Euro von den Opfern", so Polizeisprecher Jan Krüger.
Die Polizei rät dringend dazu, bei solchen Anrufen äußerst skeptisch zu sein. Üblicherweise würden Beamte solche Ermittlungen und Verhaltensweisen niemals telefonisch mit den Angerufenen besprechen. Im Falle eines Falles wird dazu geraten, sich zunächst Namen, Dienststelle und Telefonnummer des Anrufers übermitteln zu lassen und diese Daten auch zu notieren. Daraufhin sollte über das eigene Telefonbuch die tatsächliche Nummer der örtlichen Polizei gesucht und angerufen werden, um das Anliegen zu hinterfragen. Krüger: "In den meisten Fällen dürften die Täter dann schon bemerkt haben, dass sie nicht zum Erfolg gelangen und brechen ihr Vorhaben ab. Jeder dieser Betrugsversuche solle unbedingt zur Anzeige gebracht werden."
Auf der Internetseite der polizeilichen Kriminalprävention sind weitere Hinweise zum "Betrug im Namen der Polizei": http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-im-namen-der-polizei

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