thl. Seevetal. Szenen wie in der Fernsehserie "Alarm für Cobra 11" spielten sich am Sonntagmorgen gegen 7.15 Uhr auf der A1 bei Seevetal ab. Mehrere Streifenwagen der Polizeiinspektion Harburg waren in eine Fahndung nach einem entwendeten Range Rover eingebunden. Der Wagen war Beamten der Autobahnpolizei Ahlhorn aufgefallen. Eine Abfrage hatte ergeben, dass der Geländewagen in Frankreich gestohlen worden war. Das Fahrzeug war mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Hamburg unterwegs. Mehrere Polizeifahrzeuge nahmen die Verfolgung auf.
Kurz vor dem Maschener Kreuz, der Wagen war bis hier kontinuierlich mit 220 km/h unterwegs und hatte sämtliche Haltzeichen missachtet, setzte sich ein Streifenwagen vor den Flüchtigen und versuchte, ihn durch langsames Abbremsen zum Anhalten zu bringen. Der Fahrer des Geländewagens rammte den Streifenwagen, sodass dieser beschädigt wurde und die Verfolgung abbrechen musste.
Im Bereich des Maschener Kreuzes überfuhr der Range Rover dann eine Nagelsperre, sodass die Reifen kontinuierlich an Luft verloren. Der Geländewagen wurde zwar langsamer, der Fahrer versuchte aber weiter hartnäckig, sich den Verfolgern zu entziehen. Rund 200 Meter vor der Landesgrenze zu Hamburg geriet der Geländewagen dann ins Schlingern, prallte gegen die rechte Schutzplanke, schleuderte quer über alle drei Fahrstreifen und blieb letztlich an der Mittelschutzplanke stehen. Der Fahrer sprang aus dem Fahrzeug, rannte quer über die Gegenfahrbahn und flüchtete über die Grünflächen in Richtung Harburg. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte der Mann unerkannt entkommen. An der Schutzplanke und dem entwendeten Pkw entstand ein Sachschaden von rund 30.000 Euro. Das Fahrzeug wurde für die weiteren Untersuchungen sichergestellt.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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