Winsener Friedhof als Tatort

thl. Winsen. Manchen Gaunern ist nichts heilig: Unbekannte haben sich in jüngster Zeit den Winsener Friedhof und die umliegenden Straßen (Lüneburger Straße, Viehhallenweg) als Wirkungsstätte ausgesucht. Ihr Ziel: schnell Beute machen.
"Wir haben seit Juni mindestens acht Fälle, in den Handtaschen oder Geldbörsen geklaut wurden", sagt Polizeisprecher Jan Krüger. Die Opfer: Friedhofsbesucher, die nur mal schnell Blumen gießen wollte und dafür ihre Wertsachen kurz außer Acht ließen.
Mittlerweile reicht den Gangstern diese Form des Diebstahls aber offenbar nicht mehr aus. Innerhalb von einer Woche wurden jetzt drei Pkw geknackt, die am Friedhof angestellt waren. Die Täter erbeuteten dabei zurückgelassene Jacken und Wertsachen.
Ob es in allen Fällen um die selben Täter handelt, ist unklar, auch wenn es auf der Hand liegt. "Wir ermitteln in alle Richtungen und schließen Zusammenhänge nicht aus", so Krüger. Autofahrern rät er zur Vorsicht: "Lassen Sie keine Wertsachen im Auto zurück. Ein Auto ist kein Tresor."
Aber auch andere Friedhofsbesucher oder Passanten, die sich in dem Bereich aufhalten, sollten wachsam sein. Im Zusammenhang mit einem Pkw-Aufbruch haben zwei Jugendliche einen Mann gesehen, der mit einem kleinen Hammer in der Hand dort "herumspazierte". Merkwürdige Beobachtungen sollten der Polizei sofort unter Tel. 110 gemeldet werden.

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