Zu viele Angeklagte - Winsener Gericht muss nach Uelzen ausweichen

Der größte Saal am Amtsgericht Winsen - der Saal 214 - ist für das Verfahren zu klein
  • Der größte Saal am Amtsgericht Winsen - der Saal 214 - ist für das Verfahren zu klein
  • Foto: Albert G. Paulisch
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thl. Winsen. Das hat Seltenheitswert: Weil die eigenen Räumlichkeiten zu klein sind, muss das Winsener Amtsgericht einen Prozess in das Amtsgericht in Uelzen verlegen. "Es geht um insgesamt sieben Beschuldigte", erklärt Direktor Albert G. Paulisch. "Dafür reicht unser größter Raum, der Sitzungssaal 214 mit seinen 86 Quadratmetern leider nicht aus." Auch im Lüneburger Amtsgericht stehen entsprechende Räumlichkeiten nicht zur Verfügung. Bliebe nur noch das benachbarte Landgericht. "Die haben zu viele eigene Haftsachen zu verhandeln, als das wir dort einen Platz bekommen könnten", so Paulisch.
In dem Verfahren, das am kommenden Montag, 7. Dezember, beginnt, geht es um einen Einbruch auf dem Winsener Bauhof Ende Juli dieses Jahres, in dessen Anschluss sieben Personen festgenommen worden waren (das WOCHENBLATT berichtete). Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass vier der mutmaßlichen Täter neun Tage zuvor mehrere Hallen- und Garagentore auf dem Gelände der Straßenmeisterei in Stadthagen aufgehebelt und dort Wertzeuge im Wert von rund 50.000 Euro geklaut hatten.
Die Fortsetzungstermine in dem Verfahren sind für den 4., 7., 11., 18. und 25. Januar angesetzt. Immerhin: Die Verhandlungen sollen dann in Winsen stattfinden. Grund: "Wir hoffen, dass vier der Angeklagten, die bisher noch keine Vorstrafen haben, ein umfassendes Geständnis ablegen", so Paulisch. Dann könnten deren Verfahren abgetrennt und nach dem ersten Verhandlungstag mit Verhängung einer Bewährungsstrafe beendet werden. Vorteil für die mutmaßlichen Gauner: Sie würden Weihnachten zu Hause verbringen können.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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