Abfuhr für Investor nach jahrelangem Hickhack

Am Ende dieser Pferdekoppel soll der Supermarkt gebaut werden, unter Umständen sogar in Kombination mit Seniorenwohnungen  Foto: thl
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Supermarkt Ashausen: Gemeinde weist Jörg Schröder ab / Zuschlag für die May-Gruppe

thl. Ashausen. Der K(r)ampf um einen Nahversorger in Ashausen ist beendet. Nahezu fünf Jahre lang hat Investor Jörg Schröder aus Winsen bei der Gemeinde um den Bau eines Vollversorgers gebuhlt. Wie mehrfach berichtet, wollte Schröder den Supermarkt auf einer Wiese neben dem Hof Bühring an der Ortseinfahrt verwirklichen. Die Gemeindeverwaltung hat Schröder in dieser Zeit immer wieder vertröstet und nebenbei nach anderen Lösungen gesucht. Warum? Darüber wurde nie öffentlich gesprochen. Hinter vorgehaltener Hand hieß es jedoch, dass der Verwaltungsspitze der Standort nicht passe, u.a. wurde die schwere fußläufige Erreichbarkeit bemängelt.
Jetzt hatte die Suche der Verwaltung Erfolg und Schröder ist aus dem Rennen. Ihm wurde schriftlich mitgeteilt, das ein anderer Investor den Vorzug bekommt.
Der andere Investor ist die May-Gruppe aus Itzehoe. Projektmanager ist Jörg Ruschmeyer, der bis Anfang 2017 noch als Stadtplaner für die Gemeinde Stelle gearbeitet hat. Sein Arbeitgeber will einen Supermarkt auf dem Schmedecke-Vick-Gelände am Büllhorner Weg errichten. Angrenzend an die ortsbildprägende Pferdekoppel, die die Politik noch vor wenigen Jahren "nie bebauen" wollte. Doch jetzt hat sich der Verwaltungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung für genau diesen Standort entschieden. Entscheidend für den Zuschlag sei die gute Lage, heißt es. Der Markt sei für Fußgänger gut zu erreichen und liege für viele Pendler auf dem Weg zum Bahnhof oder nach Hause.
Laut Politik soll die May-Gruppe jetzt prüfen, ob auf dem rund 8.000 Quadratmeter großen Areal eine Kombination von Supermarkt mit bis zu 1.200 Quadratmeter Verkaufsfläche und Seniorenwohnen möglich ist. Ähnlich wie beim Schanzenhof in Winsen.
Der Ortsentwicklungsausschuss soll bereits in seiner nächsten Sitzung die Aufstellung eines Bebauungsplanes "Sondergebiet Lebensmitteleinzelhandel Büllhorner Weg" empfehlen. Anschließend soll der Plan im vereinfachten Verfahren nach Paragraph 13a Baugesetzbuch durchgesetzt werden. Ziel ist, den Plan bereits Ende dieses Jahres zu beschließen.
Laut Jörg Ruschmeyer strebt er eine Zusammenarbeit mit der Edeka-Gruppe als Marktbetreiber an. Auch könne er sich zusätzlich zu dem Einkaufsmarkt einen Schalterraum für ein Geldinstitut, eine Apotheke oder einen Service-Point vorstellen. Zudem soll noch ein Café errichtet werden, um die "Aufenthaltsqualität zu verbessern". Entsprechende Abstimmungen würde er mit der Gemeinde vornehmen. "Wenn absehbar ist, dass der Bebauungsplan als Satzung verabschiedet wird, beginnen wir mit dem Abriss des alten Kuhstalls und der Nebengebäude", so Ruschmeyer. Anschließend geht er von einer Bauzeit von sechs bis acht Monaten aus, wenn nur ein Supermarkt gebaut werden würde. "Mit Wohnungen darüber benötigen wir etwa neun Monate", so Ruschmeyer abschließend. Die Gemeinde muss sich fragen, ob sie es sich leisten kann, so mit Investoren umzugehen, wie sie es mit Jörg Schröder gemacht hat.
Moment mal
Nach dem Motto: "Wir gucken, ob etwas anderes geht. Und so lange halten wir dich bei der Stange." Sollte sich so ein Verhalten seitens der Verwaltung herumsprechen, werden Investoren zukünftig wohl einen Bogen um Stelle machen. Thomas Lipinski So geht man mit Investoren nicht um

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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