Asylanten-Sitzstreik vor dem Kreishaus

Großeinsatz vor dem Kreishaus: Mit mehreren Streifenwagen rückte die Polizei an, um die Asylanten aus dem Gebäude zu holen
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thl. Winsen. Mit einem friedfertigen Sitzstreik vor dem Kreishaus in Winsen haben zehn Asylbewerber aus der Unterkunft in Hollenstedt am Mittwochnachmittag und Donnerstagvormittag gegen ihre Unterbringung demonstriert. Zweimal hatten sich die Männer zunächst im Kreishaus niedergelassen und weigerten sich, dieses wieder zu verlassen. "Deswegen mussten wir die Polizei holen, die die Asylbewerber schließlich nach draußen begleitete", so Kreissprecher Johannes Freudewald.
Was genau die Asylanten, die erst in der vergangenen Woche in den Landkreis gekommen sind, an ihrer Unterkunft zu kritisieren haben, soll bei der Aktion nicht deutlich geworden sein. "Es ging zumindest einigen darum, dass die Unterkunft außerhalb des Ortskerns liegt und es auch keine direkte Busverbindung nach Hamburg gibt. Deswegen wollten sie lieber in der Stadt untergebracht werden", erklärt der Behördensprecher.
Nachdem mehrere Gespräche mit den Asylanten zunächst ohne Ergebnis verliefen, wurde schließlich CDU-Kreistagsmitglied Necdet Savural aus Brackel eingeschaltet. Dieser erklärten den zehn Flüchtlingen auf arabisch, dass sowohl die Gemeinde Hollenstedt als auch der Landkreis Harburg verstärkt an Hilfsangeboten für sie arbeiten würden. Daraufhin stiegen die Demonstranten in den mittlerweile vorgefahrenen Bus des Asylbewerberunterkunft-Betreibers "Human Care" und ließen sich nach Hollenstedt zurückbringen.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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