Die Folgen der Corona-Krise
Aufnahmestopp in Heimen für ältere Menschen sowie für Menschen mit Behinderungen

Der Landkreis Harburg hat einen Aufnahmestopp in Heimen und Wohngemeinschaften für ältere Menschen erlassen. Zudem gelten strenge Regelungen
  • Der Landkreis Harburg hat einen Aufnahmestopp in Heimen und Wohngemeinschaften für ältere Menschen erlassen. Zudem gelten strenge Regelungen
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Landkreis erlässt weitere Allgemeinverfügung / Bewohner sollen Einrichtungen nicht verlassen. 

mum. Winsen.
Ältere Menschen sind besonders gefährdet: Um sie vor dem Coronavirus zu schützen, gilt ab sofort ein Aufnahmestopp in Heimen und Wohngemeinschaften für ältere Menschen sowie für Menschen mit Behinderungen. Hinzu kommen umfangreiche Besuchs- und Betretungsverbote. Außerdem sollen die Bewohner die Einrichtungen nicht verlassen. Das sieht eine neue Allgemeinverfügung des Landkreises Harburg vor.
Der Landkreis folgt mit diesen Regelungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes einer Vorgabe des Landes. Die Vorgaben gelten zunächst bis einschließlich 18. April. Insbesondere Corona-Erkrankungen wie in Wolfsburg haben gezeigt, dass die bisherigen Regelungen zur Kontaktreduzierung nicht ausreichend waren und die Krankheitsverläufe bei älteren Menschen oftmals besonders schwer verlaufen.

Nach der neuen Allgemeinverfügung gilt:

  • Die Aufnahme von neuen Bewohnern in den Heimen ist untersagt. Ausgenommen von diesem Aufnahmestopp sind Einrichtungen, in denen neue Bewohner für einen Zeitraum von 14 Tagen separiert von den übrigen Bewohnern in Quarantäne untergebracht werden können. Dafür ist zwingend eine vorherige Genehmigung durch den Landkreis erforderlich. Darüber hinaus ist es zulässig, Patienten aus dem Krankenhaus in solitären Kurzzeitpflege- oder Reha-Einrichtungen, die gezielt für diese Funktion hergerichtet und zur Kurzzeitpflege ermächtigt wurden, aufzunehmen.
  • Alle ambulant betreuten Wohngemeinschaften, alle Formen des betreuten Wohnens und alle ambulant betreuten Wohngemeinschaften zum Zweck der Intensivpflege haben insbesondere Besuchs- und Betretungsverbote auszusprechen.

Ausnahmen gelten lediglich für:

  • nahestehende Personen von palliativmedizinisch versorgten Bewohnern
  • Seelsorger, Geistliche oder Urkundspersonen
  • die behandelnden Ärzte und die zur Pflege bestimmten Personen
  • Angehörige der Pflegeberufe und der Gesundheitsfachberufe (etwa Physiotherapeut, Ergotherapeut, Podologe, Logopäde, Diätassistent)
  • Bestatter und Handwerker, deren Leistungen nicht aufgeschoben werden können
  • bei den ambulant betreuten Wohngemeinschaften die Dienstleister, von denen aufgrund einer mit dem Mietverhältnis verbundenen vertraglichen Verpflichtung entgeltliche ambulante Pflege- oder Betreuungsdienstleistungen in Anspruch genommen werden, die über allgemeine Unterstützungsleistungen (etwa Notrufdienste, Informations- und Beratungsleistungen oder Vermittlung von Leistungen der hauswirtschaftlichen Versorgung, Pflege- oder Betreuungsleistungen) hinausgehen.
  • In allen Fällen sind beim Betreten der Einrichtung die notwendigen Hygienemaßnahmen zu beachten.
  • Der Betrieb für alle Einrichtungen der Tagespflege ist untersagt. Ausgenommen von dieser Regelung ist die Notbetreuung in kleinen Gruppen, die auf das notwendige Maß zu begrenzen ist. Diese Notbetreuung dient dazu, ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen oder Menschen mit Behinderungen aufzunehmen, deren sonst pflegende Familienangehörige in kritischen Infrastrukturen tätig sind. Künftig dürfen zudem im Einzelfall Nutzer der Tagespflegeeinrichtungen in die Notbetreuung aufgenommen werden, für die eine fehlende Betreuung in der Tagespflege eine gesundheitliche Schädigung zur Folge hätte oder die einer ärztlich verordneten Behandlungspflege bedürfen, die nicht durch pflegende Angehörige oder den ambulanten Pflegedienst sichergestellt werden kann.
  • Die Betreiber der Einrichtungen werden aufgefordert, die Bewohner anzuhalten, die Einrichtungen und das dazugehörige Außengelände nicht zu verlassen.
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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