Benni Friedrich aus Winsen liegt seit 15 Jahren im Wachkoma

Auch 15 Jahre später liegt Benni immer noch im
Wachkoma   Foto: Friedrich
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Cornelia Friedrich benötigt ein Auto, um Sohn Lebensqualität zu gönnen

thl. Winsen. Es ist der 12. Februar 2005 - der Tag, der das Leben von Benjamin Friedrich und seiner Mutter für immer verändern sollte. Benni, wie er von seinen Freunden genannt wird, hat an diesem Tag seinen 22. Geburtstag gefeiert. Als er abends nach Hause kommt, legt er sich aufs Sofa und schläft ein. Ob er noch weiß, was dann alles passiert? Man weiß es nicht. Benni selbst kann dazu nichts sagen, denn er liegt im Wachkoma.
Fakt ist: In dem Haus am Schifferamt bricht ein Feuer aus. Retter holen Benjamin aus der Wohnung, doch der junge Mann erleidet eine schwere Rauchgasvergiftung. Im Krankenhaus wird er in ein künstliches Koma versetzt, damit sich sein Körper regenerieren kann. Als er wenige Tage später von den Ärzten wieder geweckt werden soll, geschieht das unfassbar Tragische: Benni fällt ins Wachkoma.
Der dritte Schicksalsschlag für die Familie innerhalb weniger Jahre. 1994 erlitt Mutter Cornelia - damals 34 Jahre alt - eine Gehirnblutung und ist seitdem halbseitig gelähmt. Benjamins Vater starb 2003 mit nur 39 Jahren an einem Herzinfarkt.
"Durch das Wachkoma hat Benjamin schwere Hirnschäden", erzählt Cornelia Friedrich. "Es hat Jahre gedauert, bevor er überhaupt wieder auf irgendwas reagiert hat. Selbst heute, 15 Jahre später, ist er immer noch nicht wieder bei vollem Bewusstsein." Übersetzt: Benjamin, der zu Hause lebt, muss rund um die Uhr gepflegt werden.
Und jetzt hat das Schicksal wieder im Leben der Familie Friedrich zugeschlagen. "Um Benjamin etwas mehr Lebensqualität mit Ausflügen bieten und um ihn zu Therapien bringen zu können, habe ich, nachdem unser letztes Auto vom TüV außer Gefecht gesetzt wurde, mein letztes Geld zusammengekratzt und ein Auto gekauft, in das ein Rollstuhl hineinpasste." Doch die Freude darüber währte nicht lange. "Nach nur wenigen Kilometern Fahrleistung hatte der Wagen einen Motorschaden", so Cornelia Friedrich. Das Problem: Da sie den Wagen von einer Privatperson gekauft hatte, gab es auch keine Garantie oder Gewährleistung.
Jetzt fehlt Cornelia Friedrich Geld, um ein neues Auto mit Rollstuhlrampe zu kaufen. Ihre Hoffnung ist, dass sich gerade jetzt, kurz vor Weihnachten, Menschen finden, die die Familie unterstützen. Denn Benni hat Ängste. Autofahren beruhigt ihn, und er spürt dabei seinen Körper, in dem er gefangen ist. Ohne Auto ist er auch noch in den eigenen vier Wänden gefangen.
• Wer helfen möchte: Bei der Organisation "Patienten im Wachkoma" gibt es für Benjamin ein Spendenkonto. Die IBAN lautet DE97 3845 0000 0000 4466 66 (Sparkasse Gummersbach), Stichwort: Benjamin Friedrich.

Auch 15 Jahre später liegt Benni immer noch im
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Thomas Lipinski aus Winsen

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