"Eiche des Anstoßes" wird in Gödenstorf nun doch abgeholzt

Soll gefällt werden: die rund 200 Jahre alte Eiche in Gödenstorf
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Panorama
Die meisten Ärzte sind laut der Ärztekammer geimpft, ob es im März zu Personalmangel kommt, bleibe abzuwarten

Ahlerstedt
Hausarzt schmeißt wegen Impfpflicht und Pharmaindustrie hin

sv. Ahlerstedt. Noch knapp zwei Monate haben ungeimpfte Mitarbeiter in Arztpraxen, Kliniken, Betreuungseinrichtungen und in der Pflege Zeit, sich gegen Corona impfen zu lassen, bevor am 16. März die einrichtungsbezogene Impfpflicht greift. Was in vielen Einrichtungen bereits jetzt zu Personalmangel führt, hat Hausarzt Dr. Jens Wagner in Ahlerstedt (Landkreis Stade) sogar dazu gebracht, seine ärztliche Tätigkeit zu beenden: Noch bis Anfang Juni will er in der Praxisgemeinschaft mit Dr. Nicole...

Panorama
Jenny Elvers, ehemalige Heideblütenkönigin aus 
Amelinghausen, beim Promibacken

Amelinghausen
Ex-Heideblütenkönigin Jenny Elvers beim Promibacken

(sv/nw). Seit ihrer Krönung zur Heideblütenkönigin in Amelinghausen im Jahr 1990 hat Jenny Elvers sich beim Dschungelcamp, Big Brother und jetzt beim SAT.1-Promibacken im Reality-TV einen Namen gemacht. Dabei sieht Elvers sich selbst eher als eine gute Köchin denn als Bäckerin. Vor der Show war sie eine absolute Backanfängerin, Kuchen und Torten gab es nur vom Bäcker. Ihre einzige Annäherung an die Welt des Backens war das Plätzchenbacken mit ihrem Sohn. Weil sie aber so ein großer Fan der...

Service

Weiterer Corona-Todesfall
Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Fälle im Kreis Stade klettert auf über 12.000

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist am Freitag, 21. Januar, auf 567,3 gestiegen. Die Inzidenzen in den anderen Landkreisen in der Region zwischen Elbe und Weser sind sogar noch etwas höher. Der Landkreis Harburg hat jetzt sogar die 1.000er-Marke überschritten. Aktuell sind im Landkreis Stade 1.558 Personen mit dem Coronavirus infiziert (positiver Corona-Test). Innerhalb von 24 Stunden wurden 259 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der seit Pandemie-Beginn...

Sport
Beim  "Gipfel der Quizgiganten" trat die 15-Jährige u.a. gegen Guido Cantz an
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"Gipfel der Quizgiganten"
Tostedter Tischtennis-Ass Mia im TV

(bim). Mia Griesel hat eine schlagfertige Rückhand - das bekamen am Montag die TV-Größen Günther Jauch, Johannes B. Kerner und Guido Cantz zu spüren. Das 15-jährige Tischtennis-Ass des MTV Tostedt war in der TV-Show "Gipfel der Quizgiganten" auf RTL zu sehen. Die Gymnasiastin und Schülerin des Sportinternats Hannover musste aber keine kniffligen Fragen beantworten, sondern begeisterte das TV-Publikum mit ihrem sportlichen Können. Ergebnis: Gegen die zweifache...

Wirtschaft
Der geplante Surfpark soll nicht nur von ambitionierten Sportlern genutzt werden. Er soll auch ein attraktives Freizeitangebot für alle Altersgruppen sein
Aktion

Nachhaltig oder umweltschädlich?
Ein umstrittenes Projekt: Der geplante Surfpark in Stade - Stimmen sie online ab!

Nehmen Sie am Online-Voting teil. Das WOCHENBLATT möchte Ihre Meinung erfahren, liebe Leserinnen und Leser. Wie denken Sie über das Thema? jd. Stade. Er gehört zu den ungewöhnlichsten Bauprojekten, die im Landkreis Stade jemals geplant bzw. umgesetzt wurden: der Surfpark, der im Süden Stades auf einem bisherigen Maisacker der landwirtschaftlichen Genossenschaft Raisa (vormals Stader Saatzucht) entstehen soll. Wie berichtet, stößt das ehrgeizige Bauvorhaben der Brüder Jan und Dirk Podbielski aus...

Wirtschaft
Die Visualisierung zeigt das futuristische Gebäude des "BREAK"-Autohofs
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Panorama

Schulklassen in häuslicher Isolation
Wegen Omikron: Droht den Schulen doch wieder die Schließung?

(ts). Mit Auftauchen der Omikron-Virusvariante hat sich der Landkreis Harburg zum Corona-Hotspot entwickelt. In Städten und Gemeinden steigen die Inzidenzen mittlerweile auf über 1.000. Besonders an Grundschulen ist die Lage angespannt, weil erst wenige Kinder geimpft sind. An der Grundschule Maschen (230 Schüler und Schülerinnen) zum Beispiel waren in einer Woche vier Schulklassen jeweils nach dem positiven PCR-Testergebnis eines Kindes in Selbstisolation - Dimensionen, die im Schulalltag...

Blaulicht
Schon wieder wurden in der Umkleidekabine von Bundesliga-Handballerinnen Kameras versteckt (Symbolfoto)

Spielerinnen finden Kameras in Umkleidekabine
Weiterer Spannerskandal in der Handball-Bundesliga

os. Buchholz/Metzingen. Die Handball-Bundesliga der Frauen wird erneut durch einen Spannerskandal erschüttert: Spielerinnen der TuS Metzingen haben Anfang dieser Woche zwei Kameras im Umkleideraum der Öschhalle in der 23.000-Einwohnerstadt in Baden-Württemberg entdeckt. Erst vor einer Woche war ein ähnlicher Fall beim Ligakonkurrenten Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bekannt geworden, der den Handballsport in den Grundfesten erschüttert hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Parallele in...

Panorama
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Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 22. Januar
439 neue Corona-Erkrankungen gemeldet

(as). Auch am heutigen Samstag, 22. Januar, steigt die Sieben-Tage-Inzidenz Landkreis Harburg weiter an: von 1.117,5 (Freitag) auf 1.217,1. 439 neue Corona-Erkrankungen meldet der Kreis am Samstag, in den vergangenen 7 Tagen waren es insgesamt 3.116.  Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz steigt von 6,1 auf 6,3. Die Intensivbettenbelegung liegt in Niedersachsen den dritten Tag in Folge bei 4,9 Prozent. Insgesamt wurden im Landkreis Harburg seit Ausbruch der Corona-Pandemie 18.807...

Jahrelanger Streit zwischen Gemeinde und Anwohnern um Baum endet mit dessen Fällung

ce. Gödenstorf."Das ist absurd! Jetzt wird der Baum nach dem ewigen Hin und Her doch noch gefällt." Fassungslos stehen Passanten in Gödenstorf vor einer über 200 Jahre alten Eiche, die voraussichtlich an diesem Freitag abgeholzt werden soll - als Ergebnis eines über zehn Jahre andauernden Rechtsstreites zwischen Anwohnern und Gemeinde.
"Eine Eiche wird zum Stein des Anstoßes", hatte das WOCHENBLATT 2006 getitelt, als der Streit publik wurde um den Baum, der zu drei Vierteln auf Gemeindeboden und zu einem Viertel auf dem Grundstück der Anwohner steht. Letztere ärgerten sich, dass Eicheln auf die Fenster im Dachgeschoss ihres Hauses fallen, denn womöglich durch den Aufprall hätten einige Fenster kleine Risse. Die Anwohner befürchteten zudem, dass Menschen durch herabfallende Äste verletzt würden, und forderten die Gemeinde zur Baumfällung auf, um bei Schadensersatzklagen nicht zur Kasse gebeten zu werden. "Wir können und wollen nicht die ganze Haftung für einen Baum übernehmen, der zumindest teilweise auf fremdem Grund steht", war die Ansicht der Anwohner. Mit der sie nun nach langwierigen Auseinandersetzungen ihr Ziel erreicht haben. "Wir haben uns dem jüngsten Schreiben des Rechtsanwaltes der Anwohner gebeugt, der auf die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde hingewiesen hat", erklärt Bürgermeisterin Malene Schröder auf WOCHENBLATT-Anfrage. "Auch wenn der Baum immer wieder durch Gutachter in Augenschein genommen wurde, pflegerische Maßnahmen erfolgt sind und der Baum einen gesunden Eindruck macht, so gibt es keine Garantie, dass nicht doch einmal ein Ast herunterfällt und Schaden anrichtet", räumt sie ein. "Mit großem Bedauern sehen wir als Gemeinderat, der sich seit 2006 schützend vor die schöne Eiche stellt, nun deren Fällen." Da die Gemeinde auf ihr "Recht am Baum verzichtet", hätten die Anwohner die Kosten für die Beseitigung zu tragen. 

- NABU: "Trauerspiel und Willkür ohnegleichen"

"Das ist ein Trauerspiel und eine Willkür ohnegleichen!" Mit diesen Worten macht Melanie Ronde, 1. Vorsitzende des NABU-Ortsvereins Hanstedt-Salzhausen, ihrem Ärger Luft über eine voraussichtlich am Freitag in Gödenstorf anstehende Baumfällung. In der Straße Reiherstieg soll nach einem gut zehnjährigen Rechtsstreit zwischen Anwohner und Gemeinde eine rund 200 Jahre Eiche abgeholzt werden, damit die Kommune ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommt.
"Einmal gefällt, ist der Schaden für die Natur, in der auch wir Menschen uns bewegen, nicht zu beziffern. Diese Eiche ist nicht nur ein Naturdenkmal und ein Zeitzeuge, sie ist auch der mahnende Rest einer einst gewesenen Naturlandschaft, die durch Bebauung und Rodung immer weiter weichen musste", betont Melanie Ronde. Sie sei erschüttert darüber, dass Privatleute ihre Interessenten auf dem Klagewege hätten durchsetzen können, ohne Rücksicht auf die für die Natur entstehenden Schäden zu nehmen.
Ronde bedauert das Versäumnis der Kommune, bislang keine Baumschutzverordnung, wie es sie etwa in Hamburg bereits gebe, auf den Weg gebracht zu haben. "Vielleicht wäre dieser Baum dann zu retten gewesen", gibt die Naturschützerin zu bedenken. Der NABU würde die Anwohner beim Erhalt und der Pflege des Baumes gerne unterstützen und damit auch dem Wunsch zahlreicher Gödenstorfer entsprechen, die sich wegen der Eiche beim Verein gemeldet hätten. "Sollte sie tatsächlich gefällt werden, hätte nicht nur der Baum 'verloren', sondern auch der Auftraggeber der Fällung. Was ihm an Natur im eigenen Garten entgeht, kann er noch gar nicht einschätzen", so Melanie Ronde.

- Moment mal: "Das hätte nicht passieren dürfen!"

"Die Menschen, die in Gödenstorf oder anderswo neben einer Eiche wohnen, wissen im wahrsten Wortsinn, was auf sie zukommt. Man muss dort ja nicht sein Haus bauen." So kommentierte ein Gödenstorfer den Streit um die Eichen-Fällung, als der WOCHENBLATT-Reporter ihn darauf ansprach. Auch so kann man die Sache sehen. Man hätte die Angelegenheit aber auch längst entschärfen und sich viel Ärger ersparen können, wenn sich die um ihre Sicherheit besorgten Eichen-Anwohner zusammen mit Nachbarn, die den Baum erhalten wollten, um dessen Pflege gekümmert hätten. So etwas fördert die Dorfgemeinschaft. Und es hätte womöglich keines Gutachters bedurft, der im Auftrag der Gemeinde für teures Geld den Zustand der Eiche immer wieder in Augenschein nahm. Stattdessen jahrelang Richter und Anwälte mit einer Sache zu beschäftigen, die beim Gespräch am Gartenzaun geklärt werden könnte, nein: sollte, ist einfach lächerlich.               Christoph Ehlermann

Soll gefällt werden: die rund 200 Jahre alte Eiche in Gödenstorf
"Riesiger Schaden für die Natur": Melanie Ronde, Vorsitzende des NABU-Ortsvereins Hanstedt-Salzhausen
Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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