Klassenzimmer in der Natur
Erster Spatenstich für Winsener Schulgarten

Beim symbolischen ersten Spatenstich: Schulleiter Andreas Neises (Mi., mit Schaufel) und Fachbereichsleiterin Annerose Tiedt (vorne, 2. v. re.) mit Vertretern von Schule und Kreisverwaltung sowie Sponsoren
  • Beim symbolischen ersten Spatenstich: Schulleiter Andreas Neises (Mi., mit Schaufel) und Fachbereichsleiterin Annerose Tiedt (vorne, 2. v. re.) mit Vertretern von Schule und Kreisverwaltung sowie Sponsoren
  • Foto: Landkreis Harburg
  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Winsen. Ein Areal für naturnahen Unterricht und auch zur Berufsorientierung bietet der neue Schulgarten der Winsener Johann-Peter-Eckermann-Realschule, für den jetzt der erste Spatenstich stattfand. Der Landkreis Harburg als Schulträger stellt das Gelände am Bultweg zur Verfügung, auf dem etwa Kartoffeln und Radieschen geerntet werden und Apfelbäume Schatten spenden sollen. Zudem wird eine Wildblumenwiese Insekten und Vögel anlocken.
Schulleiter Andreas Neises und Fachbereichsleiterin Annerose Tiedt nahmen den symbolischen Spatenstich für die Anlage vor. Bei deren Hege und Pflege wird die Schule unterstützt vom DRK-Kreisverband, den Stadtwerken Winsen sowie von der schleswig-holsteinischen Gerd-Godt-Grell-Stiftung. Diese setzt sich für die Förderung von Wissenschaft, Forschung, Bildung, Natur- und Landschaftsschutz ein.
Für die Eckermann-Schule ist die Anlage des Schulgartens ein naheliegender Schritt, wurde sie doch als Anerkennung ihres seit vielen Jahren andauernden Engagements bereits als "Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet. Dabei werden die Schüler dafür sensibilisiert, welches Verhalten welche Folgen für die Umwelt hat. Der Schulgarten erweitert diese Aktivitäten. Gleichzeitig dient er der Berufsorientierung, bietet er doch Einblicke in Landwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau. Dadurch sind neue Wahlpflichtkurse möglich. Praktisch werden die Kompetenzen der Schüler in der Umweltbildung ebenso wie in Biologie, Hauswirtschaft und Wirtschaft gefördert.
"Für die Jugendlichen ist das ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen“, sagte Annerose Tiedt. "Das ist gerade in einer Zeit wichtig, in der der Bezug zur Natur zunehmend verloren geht. Und hier bei der Arbeit im Garten kommt es nicht auf Konkurrenz an. Nur gemeinsam hat man Erfolg, jeder kann sich mit seinen Fähigkeiten einbringen.“
Dazu entstehen auf dem Gelände verschiedene Bereiche. Sie können gut genutzt werden, um den Jugendlichen Einflussfaktoren für die Anlage eines Gartens zu verdeutlichen. Ein Naturgarten soll den Schulbienen eine Nahrungsquelle bieten. In einem anderen Abschnitt kann ein Außenklassenzimmer mit einer Sitzgruppe aus halben Baumstämmen eingerichtet werden. Darüber hinaus werden fünf Hochbeete aufgebaut, auf denen beispielsweise Spinat, Radieschen, Rosenkohl, Grünkohl oder Bärlauch wachsen. Dort können die Heranwachsenden ihr Lieblingsgemüse auswählen und auch neue Sorten ausprobieren.
"Der Schulgarten kann zu einem Lernort werden, in dem sich Theorie und Praxis begegnen“, erklärte Andreas Neises. "Die Schüler können durch die Arbeit darin die Wichtigkeit eines funktionierenden Ökosystems für die Bewirtschaftung eigener Flächen und Beete erkennen und daraus eine hohe Wertschätzung und Sensibilität für wesentliche Aspekte unserer Umwelt ableiten.“
Neises hofft, dass die Arbeit nicht auf die Schule beschränkt bleibt. "Die Schüler können sich mit dem Garten identifizieren und entwickeln vielleicht den Wunsch, ein eigenes Gemüsebeet im Garten der Eltern anzulegen."

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

Wirtschaft
Dehoga-Präsident Detlef Schröder

Dehoga-Umfrage zu Corona-Folgen
Gastronomie und Hotellerie mit riesigen Löchern in den Bilanzen

(bim/nw). Auch wenn Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder Gäste bewirten und Hotels Touristen beherbergen dürfen, ist die Not in der Branche weiterhin groß. Nach wochenlanger Zwangspause klaffen riesige Löcher in den Bilanzen. Die Umsätze liegen weit unter den Vorjahreswerten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Niedersachsen vom 3. bis 10. August durchführte und an dem sich 747 Gastronomen und Hoteliers beteiligten. Verlängerung...

Politik
Neuer Job: Jannik Stuhr

Neider wittern Verschwörung im Winsener Rathaus
Job über das CDU-Parteibuch?

thl. Winsen. Jannik Stuhr ist der "Neue" im Winsener Rathaus. Ab 1. September ist er für die "weitere Digitalisierung städtischer Verwaltungsabläufe und Dienstleistungen" zuständig. Doch bevor Stuhr seinen Dienst antritt, wittern einige Personen bereits Verschwörungen. "Stuhr ist Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Stelle und der Jungen Union im Landkreis. Zudem war er Wahlkampfunterstützer für Bürgermeister André Wiese. Gab die Parteizugehörigkeit den entscheidenden Ausschlag?", heißt es in...

Wirtschaft
Der Industriehafen in Stade-Bützfleth soll erweitert werden
  3 Bilder

Das Tor zur Welt
Pläne für die Erweiterung des Stader Binnen- und Seeschiffhafens

jab. Stade. Der Binnen- und Seeschiffhafen in Stade ist der drittgrößte Umschlagplatz in Niedersachsen. Seit Jahren schon gibt es die Überlegungen, den Industriehafen in Stade-Bützfleth zu erweitern. Passiert ist bisher nichts. Doch nun liegt ein Perspektivpapier vor, das durch den Betreiber Niedersachsen Ports (N-Ports) in den vergangenen Jahren erstellt wurde und konkrete Planungen für eine Erweiterung beinhaltet. Auf der Sommertour des Landtagsabgeordneten Kai Seefried und der...

Politik
Uwe Harden

Corona-Maßnahmen im Landkreis Harburg
Uwe Harden fordert: "Mündige Bürger statt Sanktionsregime"

(bim). Drages Bürgermeister Uwe Harden, der auch stellvertretender Landrat des Landkreises Harburg ist, hat einen Leserbrief zur Schließung der Abstrichzentren der Kassenärztlichen Vereinigung in Winsen und Buchholz verfasst. Im Grunde ist es aber eine Einschätzung bisheriger Corona-Maßnahmen auf Landkreis- und Bundesebene, die wir hier in Auszügen veröffentlichen: "Ich finde, die Kreisverwaltung hat bislang in der Corona-Pandemie lobenswerte Arbeit geleistet. Zwar sind bis Mitte Mai 13...

Wirtschaft
Die Getreideernte lief in den vergangenen Tagen auf Hochtouren

Die Weizenfelder sind weitgehend abgeerntet
Erste Erntebilanz im Landkreis Stade: Enttäuschend bis überraschend

jd. Stade. Die Mähdrescher waren in den vergangenen Tagen im Dauereinsatz: Im Landkreis Stade ist die Ernte von Weizen und Gerste weitgehend abgeschlossen. Auf der Stader Geest liegt das Getreide bereits in den Silos, nur in Kehdingen sind noch die Erntefahrzeuge auf den Feldern. "Die Landwirte haben durchschnittliche Erträge eingefahren", zieht Stades Kreislandwirt Johann Knabbe ein erstes Resümee. Dabei gebe es selbst innerhalb des Landkreises starke Schwankungen, "von enttäuschend bis...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen