Großes Leser-Echo auf Protest von Heinrich Neven gegen Veloroute Buchholz-Lüneburg

Sorgte für viele WOCHENBLATT-Leserzuschriften: Velorouten-Gegner Heinrich Neven
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"Schöne Strecke" oder "kein Mehrwert"?

ce. Landkreis. Als "das Schlimmste, was man der Natur antun könnte" lehnte Heinrich Neven (79) aus Vierhöfen kürzlich im WOCHENBLATT die Planungen der Projektgruppe "Buchholzer Bahn - Wandlung zur Veloroute" ab, auf der ehemaligen Trasse vom Bahnhof der Nordheidestadt bis zum Lüneburger Bahnhof eine Zweiradstrecke einzurichten. In der Gruppe haben sich Initiator Eckehardt Scheibler sowie Mitglieder der ADFC-Kreisverbände Harburg und Lüneburg zusammengetan. Aus Heinrich Nevens Sicht würde eine Veloroute auf der früheren Bahntrasse dort heimische Pflanzen- und Tierarten gefährden und keinen Sinn machen, da bereits bestehende Radwege in der betreffenden Region schon jetzt kaum genutzt würden. Als Echo auf Nevens Ausführungen erreichten uns viele Mails von WOCHENBLATT-Lesern.
"Ich bin für die geplante Radstrecke, da ich gern mit dem Rad unterwegs bin und somit über jede schöne Strecke dankbar bin. Solange das im Einklang mit dem Naturschutz steht, sehe ich da kein Problem", schreibt Peter Feige, der in Buchholz arbeitet. "Wichtiger wäre mir allerdings der Ausbau von Buchholz zu einer fahrradfreundlichen Stadt, so wie man es in Holland überall sehen kann."
Für Ralf Greve wäre "eine durchgängige und landschaftlich reizvolle Streckenführung von Buchholz nach Lüneburg sehr zu begrüßen". Gleichzeitig rät Greve dazu, die Bedenken von Heinrich Neven gegen die Veloroute ernst zu nehmen. "Sicher ist es möglich, so eine Radstrecke nachhaltig anzulegen, meines Erachtens wäre es beispielsweise nicht erforderlich, durchgängig zu asphaltieren. Beispiele gut gelungener, unversiegelter Untergründe gibt es genug", so Greve.
"Der Mehrwert dieser Fahrradstrecke erschließt sich auch mir nicht", stimmt Thomas Wente dem Protest Nevens gegen die Veloroute zu. "Was wir im Kreis Harburg benötigen, ist eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösung für das allmorgendliche und allabendliche Verkehrschaos. Verursacht durch verstopfte Autobahnen und Straßen. Kräftig gefördert durch eine überlastete Bahnstrecke", betont Wente. Zur Entzerrung könnten Fahrradwege zwischen Buchholz und Winsen sowie Hamburg einen großen Beitrag leisten - erst recht, wenn die Wege für alle Elektrofahrräder freigegeben würden. "Daran hat aber offenbar die Lokalpolitik kein Interesse, und die Bevölkerung ist zu träge, sich dafür einzusetzen", bedauert Wente. 
"Zunächst einmal haben beide Parteien grundsätzlich Recht. Sowohl die Naturschutzaspekte wie auch die Förderung der Fahrrad-Mobilität müssen dringend gefordert und gefördert werden", ist Niels Sander überzeugt. Er gibt jedoch zu bedenken, was das Ziel des vom ADFC gewünschten Radweges sei. "Sollen Auto-Pendler von Buchholz und Lüneburg und angrenzenden Ortschaften auf das Rad umsteigen, so wäre dieser Radweg aus ökologischer Sicht absolut vorrangig. Sollen ihn aber in erster Linie Freizeitradler benutzen, so sollte man der Natur den Vorzug geben, denn die Radler können gerne Umwege in Kauf nehmen und sich durch entsprechende Fahrräder auch auf unbefestigten Wegen fortbewegen." Für Sander steht fest: "Vor der Umsetzung sollte man erst einmal eine Bedarfsanalyse erstellen, bevor hier viel Geld zum Fenster herausgeworfen wird."

Sorgte für viele WOCHENBLATT-Leserzuschriften: Velorouten-Gegner Heinrich Neven
Macht sich mit seinen Plänen nicht nur Freunde: Radstrecken-Initiator Eckehardt Scheibler
Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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