Regionale Lebensmittel
Hausgemachtes Winsener Ketchup ist im Trend

Susanne Wenck präsentierte ihr hausgemachtes Ketchup während des Deutschen Mühlentages an der Wassermühle Karoxbostel Foto: ts
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  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ts. Winsen. Ein hausgemachtes Ketchup aus Winsen-Laßrönne macht von sich reden. Wem regionale Lebensmittel und natürlicher Geschmack wichtig sind, verfeinert Gegrilltes, Pommes, Nudelgerichte oder Brotstullen mit der Würzsauce aus dem "Chaosgarten". Aus den Ernteerzeugnissen produzieren Susanne Wenck, eine Kunsthistorikerin, und ihr Sohn Thiemo, ein Rechtsanwalt, handgemachte Feinkost. Zum Beispiel auch Ketchup.
Der mehr als ein Hektar große Garten, seit 1880 in Familienbesitz, umfasst einen großen Gemüsegarten, Beerenobststräucher und über hundert alte Obstbäume.
Während für alle heute im Handel üblichen Ketchupsorten die Tomate die Grundlage bildet, basieren die "Chaosgarten-Ketchups" auf Rote Beete, Rhabarber, Kirsche oder auch Zucchini. Das passt in den Trend zu regionalen Produkten und gesunden Lebensmitteln, der mittlerweile zum Lifestyle gehört.
Die Rezepturen entstehen in wilder Experimentierfreude. "Das ist unsere Kreativität", sagt Susanne Wenck. Das Geheimnis aller Ketchups liegt - neben der dominierenden Zutat - in der Gewürzmischung. Die Gewürze, die Susanne Wenck verarbeitet, verrät sie deshalb auch nicht. Für ihre Produktion haben die Wencks eine zweite Küche eingerichtet - das ist Vorschrift für Mikroproduzenten wie sie.
Den "Chaosgarten"-Ketchup und andere Feinkost vertreibt Susanne Wenck überwiegend auf Märkten, etwa an 30 Wochenenden im Jahr. Der Deutsche Mühlentag an der Wassermühle Karoxbostel war so ein Anlass.
Hausgemachte Ketchups gehen zu den Ursprüngen Mitte des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, als die Würzsauce aus Tomaten, Essig, Salz und Gewürzen in Großbritannien und den USA populär wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Ketchup in den Haushalten überwiegend selbst gekocht. Der heutige Marktführer Heinz eroberte ab 1900 seine beherrschende Stellung auf dem US-Markt. Damals waren die Ketchupsorten bitterer und dünnflüssiger.
Ein wichtiges Argument, warum man hausgemachtes Ketchup der klebrig-süßen Massenware aus dem Supermarkt vorziehen sollte, nennt Susanne Wenck noch: "Es schmeckt einfach sehr viel besser."

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