Hilfsangebote für Vergewaltigungsopfer

thl. Winsen. Nach der Festnahme des Mannes (40) aus dem Landkreis Uelzen wegen schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes, dürfte als sicher gelten, dass die Ermittler jetzt prüfen, ob er noch weitere Taten verübt hat. Denn allein im Landkreis Harburg sind zwei Vergewaltigungen noch ungeklärt. Sowohl von der Straftat am MicMac in Moisburg als auch im Fall im Rahmen der Scheunenfete in Marxen gebe es keine neuen Erkenntnisse, heißt es aus Polizeikreisen. Die Ermittlungen laufen noch, vor allem in der Moisburg-Sache gebe es zwar einige Hinweise, aber noch keine heiße Spur.
Unterdessen rufen die Gleichstellungsebauftragten Beate Thiel aus Hanstedt und Gerlinde Jörg aus Jesteburg dazu auf, das Thema Vergewaltigung nicht totzuschweigen. Es handele sich dabei um eine schwere Straftat, die nicht mit einem Blechschaden oder einem Diebstahl vergleichbar sei. Man könne danach nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, so die beiden Frauen. Denn sie gehen davon aus, dass die meisten Fälle gar nicht erst an die Öffentlichkeit gelangen, u.a. auch, weil die Opfer sich schämen und es für sie sehr belastend ist, den Vorfall beim Arzt und der Polizei noch einmal haarklein zu schildern. Das sei für die Tätersuche aber notwendig. Deswegen wollen Jörg und Thiel auf zahlreiche Hilfsangebote hinweisen - nicht nur für die Opfer, auch für die Täter.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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