"Kampf der Gewalt gegen Frauen!": Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis beteiligen sich an Aktionstag

Beteiligen sich am Aktionstag (v. li.): die Gleichstellungsbeauftragten Andrea Schrag, Christa Stüven, Dörthe Heien, Bärbel Schäfer und Julia Meinel
  • Beteiligen sich am Aktionstag (v. li.): die Gleichstellungsbeauftragten Andrea Schrag, Christa Stüven, Dörthe Heien, Bärbel Schäfer und Julia Meinel
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ce. Winsen. "Jede Form der Diskriminierung und der Gewalt muss bekämpft werden!" Dazu rufen die Kreis-Gleichstellungsbeauftragte Andrea Schrag und ihre Kolleginnen aus Städten und Gemeinden anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November auf. Schrag stellte jetzt im Winsener Kreishaus gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten Dörthe Heien (Buchholz), Julia Meinel (Winsen), Bärbel Schäfer (Seevetal) und Christa Stüven (Elbmarsch) rund um den Aktionstag geplante Aktivitäten sowie bestehende Hilfsangebote vor.
"Laut einer aktuelle Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte sind sind 35 Prozent aller Frauen in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von psychischer und/oder sexueller Gewalt betroffen. Dies geschieht größtenteils unbemerkt von der Gesellschaft, denn nur wenige Opfer wenden sich an eine Beratungsstelle", erörterte Andrea Schrag. Nur knapp zehn Prozent der Opfer häuslicher Gewalt seien Männer. "Bei ihnen ist die Schamgrenze höher, diese Delikte anzeigen, weil das Bild vom Mann als Opfer in den gesellschaftlichen Konventionen nicht funktioniert."
Andrea Schrag & Co. starten in der Region eine große Plakataktion, die auf das seit 2013 bundesweit laufende Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" aufmerksam macht. In Rathäusern, öffentlichen Einrichtungen, Gemeindehäusern und Bussen weisen die Plakate auf das barrierefreie (auch für gehörlose Frauen nutzbare), kostenlose und vertrauliche Angebot hin. Rund um die Uhr geben dort mehr als 60 Fachberaterinnen unter Tel. 08000116016 sowie bei Chat oder E-Mail unter www.hilfetelefon.de Auskunft. Sie unterstützen nicht nur betroffene Frauen, sondern auch Familienangehörige, Freunde und Fachkräfte. Jederzeit können Dolmetscherinnen für 15 Sprachen dazugeschaltet werden.
Die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Harburg unterstützen auch die von der Menschenrechtsorganisation "Terre des Femmes" initiierte Kampagne "Nein zu Gewalt an Frauen". Dabei werden anlässlich des Gedenktages blaue Fahnen vor den Rathäusern der Kommunen gehisst, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen.
Der Gewalt ausgesetzte Frauen können sich auch an das von der Arbeiterwohlfahrt getragene Frauenhaus im Landkreis Harburg (Tel. 04181 - 217151) wenden und an die BISS-Beratungsstelle der Diakonie bei häuslicher Gewalt (Tel. 04181 - 217152).

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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