Diskussion in Winsen
Keine Chance für einen Flugplatz

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Sollte der Luftsportverein Lüneburg nach Winsen umsiedeln wollen, würde er hier eine Abfuhr bekommen
thl. Winsen. Soll in Winsen ein Flugplatz für Segelflieger gebaut werden? Diese Frage wird derzeit in der Facebook-Gruppe "Winsen Luhe - das bist du" diskutiert. Hintergrund: Der Lüneburger Flugplatz steht vor dem Aus. Bereits im Oktober 2014 hatte der Lüneburger Stadtrat beschlossen, den Pachtvertrag mit dem Verein für das Gelände an der Zeppelinstraße nicht zu verlängern, sondern zum 31. Oktober 2020 auslaufen zu lassen. Nachdem vor knapp zwei Wochen ein Segelflieger nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Flieger in ein Wohngebiet gestürzt ist, fordert Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) ein noch schnelleres Aus für den Flugplatz, der vom Luftsportverein Lüneburg betrieben wird.
Beim Verein ist man deshalb dabei, nach einer Ausweichfläche Ausschau zu halten. Dabei wolle man sich auch in Richtung Winsen umgucken, sagt Vereinsvorsitzender Richard Meier. "An der Luhe war vor einigen Jahren schon einmal eine Initiative für den Bau eines Flugplatzes angedacht, die aber im Sande verlaufen ist", so Meier. In der Tat berichtete die Stadt seinerzeit im Verwaltungsausschuss darüber, dass Investoren in Winsen einen kleinen Flugplatz bauen wollten, u.a., um kleine Maschinen landen zu lassen, die in Hamburg wegen des Nachtlandeverbots nicht heruntergehen können (das WOCHENBLATT berichtete). "Das wäre super", so Meier weiter. "Unser Platz in Lüneburg ist auch als Sonderlandeplatz eingetragen."
Flächen habe der Luftsportverein Lüneburg in Winsen allerdings noch nicht ins Auge gefasst und von daher auch noch keine Gespräche mit der Stadt geführt.
Das bestätigt auch Verwaltungsvize Christian Riech auf WOCHENBLATT-Nachfrage: "Gespräche hat es bisher nach meinem Kenntnisstand nicht gegeben. Allerdings wäre die Frage, ob hier ein Flugplatz für Segelflieger oder Motorflugzeuge angesiedelt werden soll, abschließend von den politischen Gremien zu beantworten." Viel Hoffnung auf eine Ansiedlung macht Riech dem Luftsportverein aber nicht. "Neben vielfältigen und schwierigen rechtlichen, planerischen und ökonomischen Fragen stellt sich insbesondere die Frage, warum Winsen einen Flugplatz neu begründen sollte, den die Nachbarkommune offensichtlich schnellstmöglich loswerden möchte", so der Verwaltungsvize weiter. "Ich kenne die Beweggründe von Herrn Mädge und des Lüneburger Stadtrates nicht, aber vielleicht sind es genau diese Gründe (Sicherheit, Lärm etc.), die eher gegen eine Ansiedlung sprächen."

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Der Flugplatz in Lüneburg soll geschlossen werden

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