Kirchenkreis weitet Projekt aus
Mehr Afrika-Hilfe vom Kirchenkreis Winsen in Corona-Zeiten

Praktische Hilfe zum (Über-)Leben: ein afrikanisches Mädchen bei der Essensausgabe
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  • Praktische Hilfe zum (Über-)Leben: ein afrikanisches Mädchen bei der Essensausgabe
  • Foto: Hands at Work in Africa
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ce. Winsen. Als das "Patenprojekt Swasiland“ ist die Aktion des Kirchenkreises Winsen seit ihrem Start Anfang 2017 bekannt geworden, bei der gemeinsam mit der Organisation "Hands at Work in Africa“ hilfsbedürftige Kinder im südlichen Afrika dauerhaft unterstützt werden. Mehr als 250 Paten ermöglichen inzwischen durch ihre Spenden, dass elternlose Kinder in Swasiland Hilfe erfahren und dank der Menschen vor Ort in einem Umfeld leben, das ihnen eine selbstbestimmte Zukunft in ihrer Dorfgemeinschaft eröffnet.
Aus verschiedenen Gründen passt der Name des Projekts jedoch nicht mehr zu den Aktivitäten. Erstens heißt der Staat Swaliland seit 2018 Königreich Eswatini, und zweitens wird der auf ein Land beschränkte Name der Initiative nicht mehr gerecht. Inzwischen sind zwei weitere Projekte in Mosambik und Malawi dazugekommen. So konnten zusätzliche sogenannte Care Points in Gemeinden mit hoher Armut errichtet werden, wo zuvor noch keine andere Hilfsorganisation tätig war, eng abgestimmt mit lokalen Führungspersönlichkeiten wie etwa den Dorfältesten.
Die Hilfe soll zudem ausgeweitet werden auf einen Care Point im Kongo, einem Land in Zentralafrika, das besonders von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffen ist. Dafür werden Menschen aus Winsen und Umgebung (und auch gern darüber hinaus) gesucht, die Patenschaften für 20 Euro im Monat übernehmen.
Dass die Patenschaften auch in Zeiten der Corona-Pandemie verlässlich fortbestehen, freut den Vorsitzenden des Projektes Peter Hagemann: „Wir haben keine Spendenausfälle, selbst in diesen schwierigen Zeiten. Das erleichtert mich, weil gerade die ohnehin schon Hilfebedürftigen besonders unter der Pandemie leiden.“ Denn auch die lokalen Care Worker, die sich ehrenamtlich um die Kinder kümmern, sähen sich teilweise ihrer Lebensgrundlage bedroht. Die gestiegenen Preise für Lebensmittel verschärften die Lage zusätzlich. "Dennoch schaffen es die Teams vor Ort, die Regularien und Abstandsgebote zu erfüllen, den Kindern die benötigte Nahrung und Medikamente zugänglich zu machen und dafür zu sorgen, dass sie weiterhin den Kontakt zu fürsorglichen Erwachsenen halten", so Peter Hagemann.
Der Initiator des Projekts, Pastor Markus Kalmbach, kennt die Lage vor Ort und betont die Wichtigkeit des Engagements. "In Krisenzeiten wie diesen sind die Menschen ganz direkt in ihrer Existenz bedroht. Wir können jede Unterstützung gebrauchen und hoffen, dass sich die Situation langsam etwas entspannt", so Kalmbach. "Aufgrund der tollen Arbeit vor Ort im Süden Afrikas möchten wir nun auch gern im Kongo helfen.“
• Mehr Informationen unter www.patenprojekt-afrika.de.

Praktische Hilfe zum (Über-)Leben: ein afrikanisches Mädchen bei der Essensausgabe
Sauberheit hat gerade in Corona-Zeiten oberste Priorität: Die Kinder im afrikanischen Königreich Eswatini stehen zum Händewaschen an
Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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