"Nicht nachvollziehbar"
Müllgebühren-Erhöhung des Landkreises Harburg sorgt für Unmut

Die Kosten für die Müllbeseitigung sind für viele Bürger wenig plausibel
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ce/lm. Winsen/Buchholz. "Der Landkreis Harburg hat - wie auch in 2020 - schon wieder die Müllgebühren erhöht, ohne auf die Berechnungsgrundlage zu verweisen", beschwerte sich WOCHENBLATT-Leser Ernst-August Henke aus Winsen in der Redaktion. "So kann man nichts nachvollziehen", machten auch andere Leser ihrem Unmut Luft.
"Wir haben tatsächlich die aktuellen Gebührenbescheide ohne die Grundlagen und Kalkulationen verschickt, denn das würde mehrere Seiten füllen", erklärt Landkreis-Pressesprecher Bernhard Frosdorfer auf WOCHENBLATT-Anfrage. "Wir haben die Volumengebühr für die Mülltonnen gegenüber dem Vorjahr von 2,72 auf 3,18 Euro pro Liter erhöht - auch um die Gesamtkosten für die Müllbeseitigung zu decken, die um rund 1,5 Millionen Euro gestiegen sind", so Frosdorfer weiter. Gleichgeblieben - nämlich bei 40 Euro pro Behälter und Jahr - sei bereits seit 2008 die vom Kreis erhobene Mülltonnen-Grundgebühr.
Bereits im Vorjahr wurde die Volumengebühr von 2,54 auf 2,72 Euro pro Liter angehoben, jetzt also eine weitere deutliche Erhöhung. Diese schlägt sich im Gesamtbetrag nieder. Bei einer Berechnungsgrundlage von 40 Litern pro Woche, die der Landkreis anführt, ergibt sich ein Jahresbetrag von 127,20 Euro. Da fehlen aber noch die 40 Euro Grundgebühr und die 16,62 Euro, die für die Biotonne fällig werden. In der Endabrechnung ergibt sich aus diesen Zahlen ein Gesamtbetrag von 183,62 Euro für das Jahr 2021. "Ein Anstieg von 18,40 Euro im Vergleich zum Vorjahr und sogar von 30,34 Euro zum Jahr 2019 ist schon happig", so der Tenor der verärgerten WOCHENBLATT-Leser.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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