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Nach Feuer in Winsen: "Wir stehen vor dem Nichts"

Traurig steht Sabiha Topcu vor den Trümmern ihres Zuhauses
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  • Traurig steht Sabiha Topcu vor den Trümmern ihres Zuhauses
  • Foto: thl
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Beim Brand ihres Hauses hat Familie Topcu alles verloren / Familie benötigt Unterstützung

thl. Winsen. "Wir sind vor 28 Jahren nach Deutschland gekommen und haben uns hier alles aufgebaut. Jetzt fangen wir wieder bei null an." Mit Tränen in den Augen guckt Sabiha Topcu auf ihr ehemaliges Zuhause am Borsteler Weg, in dem sie zusammen mit ihrem Mann Mehmet und ihren Kindern in den vergangenen acht Jahren gewohnt hat. Jetzt ist das Gebäude nur noch ein Ruine - reif für die Abrissbirne.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, ist das kombinierte Wohn- und Geschäftshaus in der vergangenen Woche komplett ausgebrannt. Laut Polizei ist ein technischer Defekt im Dach ursächlich für das verherrende Feuer (siehe hier: Großfeuer in Winsen und hier: Technischer Defekt gilt als wahrscheinlich).
Dass bei dem Brand keine Menschen zu Schaden gekommen sind, grenzt an ein Wunder. Vater Mehmet war an dem Abend mit den beiden jüngsten Kindern (drei und zwölf Jahre alt) alleine im Haus, in der Wohnung im ersten Stock. Die 16-jährige Tochter war bei ihrer großen Schwester Leyla zu Besuch. Mutter Sabiha war bei ihrer kranken Schwester in der Türkei. "Plötzlich hörte ich Stimmen vor dem Haus und sah unten ganz viele Leute stehen", erzählt Mehmet Topcu. "Ich bin runter gegangen, da zeigten sie mir den Rauch, der aus dem Dach aufstieg." Sofort rannte er wieder ins Haus, um seine beiden Kinder zu holen. Als er wieder auf der Straße ankam, schlugen bereits Flammen aus dem Dach. "Was mich besonders schockiert hat, ich habe vorher nichts gehört oder gerochen", sagt er. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Fußgänger nicht zufällig am Haus vorbeigekommen wären.
"Wir haben alles verloren. Wir haben so gut wie nichts mehr. Alles ist verbrannt", sagt Sabiha Topcu traurig. In der Wohnung ist nichts mehr zu retten. Was das Feuer nicht erwischt hat, hat das Löschwasser zerstört.
Die Familie hat jetzt im ersten Schritt einige Kleiderspenden erhalten. Trotzdem fehlt es sonst an allem. Als Erstes wird eine neue Wohnung benötigt. Derzeit wohnen Vater, Mutter und die drei jüngsten Kinder bei Tochter Leyla und ihrem Bruder. Das Problem: Leyla und ihr Mann haben zwei Kinder, ihr Bruder und seine Frau haben ein Kind. Beide Familien haben jeweils nur eine kleine Drei-Zimmer-Wohnung, die jetzt von insgesamt zwölf Personen genutzt werden. Das kann natürlich kein Dauerzustand sein. Aber selbst wenn Mehmet und Sabiha Topcu mit ihren Kindern eine neue Wohnung finden, muss sie noch eingerichtet werden. "Es fehlt eben an allem", fasst Leyla die ganze Situation zusammen und fügt hinzu: "Wir würden uns freuen, wenn wir unseren Eltern zu Weihnachten ein neues Zuhause 'schenken' könnten."
• Wer Familie Topcu helfen möchte, meldet sich bitte bei Suzan Topcu unter Tel. 0157 - 34958772.

Traurig steht Sabiha Topcu vor den Trümmern ihres Zuhauses
Die Feuerwehr kämpfte über Stunden gegen die Flammen
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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