Nisthilfen für Schwalben

Brutmöglichkeiten für Rauchschwalben bietet der Landkreis Harburg
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bim/nw. Landkreis. Seit Jahrhunderten begleiten Rauch- und Mehlschwalben den Menschen. Sie leben an und in Gebäuden, auf dem Land und in der Stadt. Seit der Antike gelten Schwalben als Glücksbringer. In den vergangenen Jahren sind die Bestandszahlen von Mehl-, Rauchschwalben sowie Mauerseglern in ganz Europa und auch in Deutschland jedoch stark rückläufig. Pünktlich zur Brutzeit bringt der Landkreis Harburg daher nun ein Artenhilfsprogramm für diese Vögel an den Start. Die Naturschutzbehörde bietet Bürgern ab sofort kostenlos Nisthilfen für die drei Arten an. Rund 80 Nisthilfen und Kotbretter stehen auf Anfrage zur Anbringung an geeigneten Gebäuden zur Verfügung.
Voraussetzung für die Teilnahme am Schwalbenschutzprojekt des Landkreises ist, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Bruterfolg durch aufgehängte Nisthilfen besteht. Gebäude mit bereits vorhandenen Mehlschwalbenkolonien,
die ausgebaut werden könnten, frühere Vorkommen oder Nester, die in den letzten Jahren nicht von selbst gehalten haben und heruntergefallen sind, wären ideale Voraussetzungen. Doch auch Gebäude, an denen bisher noch kein Nestbau stattgefunden hat, kommen in Frage, wenn dort oder an Nachbargebäuden Schwalben- oder Mauerseglervorkommen beobachtet wurden.
Für Mehlschwalben eignen sich insbesondere Gebäude in dörflicher oder Stadtrandlage, für Rauchschwalben besonders Pferde- oder Rinderställe. Für Mauerseglernisthilfen sind hohe Gebäude in sonniger Lage ideal.
Hintergrund: Verschiedene Faktoren führen dazu, dass es diese Akrobaten der Lüfte seit Jahren immer schwerer haben, Bruterfolge zu erzielen. So machen vor allem Rauch- und Mehlschwalbe Veränderungen in den Wohn- und Lebensbedingungen der Menschen, bauliche Maßnahmen und die zunehmende Flächenversiegelung, das Leben schwer. Sie brauchen für den Nestbau Lehmpfützen oder schlammreiche Gewässer, um Nistmaterial zu sammeln.
Weitergehende Informationen zum Projekt und den Teilnahmevoraussetzungen gibt Bernd Schröder von der Naturschutzbehörde des Landkreises unter Tel. 04171-693593, per E-Mail: b.schroeder@lkharburg.de und im Internet unter http://www.lkharburg.de/Kreishaus/Verwaltung/Bauen-Umwelt/Naturschutz/5800 Unsere Projekte/5820 Schwalbenprojekt/seite1.html.
Bürger, die innerhalb des Naturparks Lüneburger Heide wohnen, können das Angebot der Kreisverwaltung nicht in Anspruch nehmen, haben aber die Möglichkeit über das Schwalbenprojekt (http://www.naturpark-lueneburger-heide.de/naturerlebnisse/erlebnis-schwalben.html) der Naturparkverwaltung ebenfalls kostenlose Nisthilfen zu bekommen.

Brutmöglichkeiten für Rauchschwalben bietet der Landkreis Harburg
Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt (re.) und Detlef Gumz, Leiter der Naturschutzbehörde des Landkreises, mit Schwalbennisthilfen
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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