"Pannenflicken" für den Landkreis

Ein Beispiel, warum der Landkreis schlecht bewertet wurde, ist die Ortseinfahrt nach Ollsen: Der schlechte Fußweg wurde zum "Radweg" in beide Richtungen gemacht und bis heute hat sich daran nichts geändert
  • Ein Beispiel, warum der Landkreis schlecht bewertet wurde, ist die Ortseinfahrt nach Ollsen: Der schlechte Fußweg wurde zum "Radweg" in beide Richtungen gemacht und bis heute hat sich daran nichts geändert
  • Foto: www.cycleride.de
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Initiative kritisiert Radverkehr. 

mum. Asendorf.
Über diesen Preis wird man sich beim Landkreis Harburg nicht freuen: Die Initiative Cycleride (www.cycleride.de) hat dem Landkreis die Auszeichnung "Silberne Pannenflicken" für seine vielen benutzungspflichtigen Radwege verliehen, die weder in Beschaffenheit noch Beschilderung den Vorschriften entsprechen, heißt es in der Begründung.
Seit 2006 verleiht die Initiative jährlich die Auszeichnung "Pannenflicken" an Städte, Gemeinden und Landkreise, die sich offensichtlich - mitunter grob fahrlässig - nicht an die Gesetze, Vorschriften und Empfehlungen in Bezug auf Radverkehr und Radverkehrsanlagen halten und damit die Gesundheit von Radfahrern und deren Rechtssicherheit gefährden. Hierbei geht es nicht nur um überwucherte Radwege, sondern auch um Radwege, die entgegen geltenden Vorschriften als benutzungspflichtig ausgeschildert werden
Mit 22,7 Prozent landet der Landkreis Harburg auf dem zweiten Platz. In der Begründung heißt es: "Seit vielen Jahren in der Kritik sind die zahllosen, minimalistischen und nicht für den Radverkehr geeigneten Radwege, die dummerweise auch noch mit Radwegbenutzungspflichten ausgeschildert sind. Und dies zumeist auch noch in beide Richtungen. Das bedeutet Fahrbahnverbot auf den vielen, kaum befahrenen Straßen im Landkreis. Die Uneinsichtigkeit der verantwortlichen Behörden und Gemeinderäte sowie die Weigerung, sich an geltendes Recht und Gesetz zu halten, führten zu dieser Auszeichnung." Die Initiative Cycleride fordert: "Die Kommunen sollten es Vorreiter Asendorf nachmachen und umgehend alle Radwegbenutzungspflichten aus den Ortschaften verbannen." Diese Radwege würden diese Bezeichnung nicht verdienen und eine Benutzung sei weitaus gefährlicher als das Befahren der Fahrbahn.
Träger des "Goldenen Pannenflickens" wurde Neu-Ulm mit 39,4 Prozent dank so genannter Drängelgitter. "Anstatt Radfahrer auf der Fahrbahn zu führen oder bevorrangigte Radwegfurten aufzupflastern, investierte man viele tausende Euro, um den Radverkehr massivst zu behindern, damit der Kfz-Verkehr ungehindert durchbrausen kann", heißt es in der Begründung. An Radfahrer mit Kinderanhängern, Liegerädern oder Tandems habe man gar nicht erst gedacht. Weitere Preisträger sind Hallstadt bei Bamberg, Bostalsee und St. Wendel (beide Saarland).

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