Das Ende des Schandflecks
"Riedels Eck" in Winsen wird spätestens im Sommer abgerissen

Jörg Ruschmeyer freut sich, dass es ihm gelungen ist, das alte Gebäude "Riedels Eck" zu erwerben   Foto: thl
  • Jörg Ruschmeyer freut sich, dass es ihm gelungen ist, das alte Gebäude "Riedels Eck" zu erwerben Foto: thl
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thl. Winsen. Der Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Hansestraße/Lüneburger Straße wird bald ein ganz neues Gesicht haben. Denn nicht nur auf dem Areal der ehemaligen Tankstelle soll ein Neubau der Volksbank entstehen (das WOCHENBLATT berichtete), auch auf der schräg gegenüberliegenden Seite sind die Tage des Schandflecks "Riedels Eck" gezählt.
"Im Juli oder August wird das alte Kneipen- und Spielhallengebäude abgerissen und anschließend gleich ein Neubau errichtet", erzählt Jörg Ruschmeyer vom Projektentwickler May & Co. aus Itzehoe. "Derzeit wird gerade der Bauantrag vorbereitet."
Sowohl Ruschmeyer als auch die Firma May sind in der Region keine Unbekannten. Jörg Ruschmeyer hat lange Jahre als Stadtplaner in der Gemeinde Stelle gearbeitet. Die Firma May hat schon zahlreiche Projekte in der Region umgesetzt. Aktuell baut das Unternehmen u.a. auch den Supermarkt in Ashausen.
Auf dem rund 1.800 Quadratmeter großem Grundstück "Riedels Eck" soll ein reines vierstöckiges Bürogebäude (plus Dach) entstehen. Ruschmeyer geht von einer Bauzeit von etwa acht bis neun Monaten aus. Große Komplikationen beim Bauantrag befürchtet er nicht. "Erstens haben wir für unsere Planung bereits einen Bauvorbescheid eingereicht, der positiv entschieden wurde. Zum anderen findet die Stadtverwaltung die Planung gut und freut sich, dass sich auf dem Grundstück endlich etwas tut."
In der Tat stand das Gebäude, in dem in den 1950er Jahren die Familie Riedel einen Einkaufsladen betrieben hatte, seit Jahren leer. Weil durch Vandalismus immer wieder Scheiben eingeschlagen wurden, wurden die Fenster im Erdgeschoss verbrettert und machten das alte Gebäude noch unansehnlicher. Dennoch machte der bisherige Eigentümer, eine Gesellschaft in der Schweiz, keine Anstalten, etwas zu verändern oder das Areal zu verkaufen. Bis jetzt! "Die Firma Artrium Architekten hat für mich den Kontakt zum Eigentümer hergestellt", erzählt Jörg Ruschmeyer. "Ich habe dann mehrere Gespräche geführt, die positiv waren. Am Ende haben wir uns darauf geeinigt, dass die Firma May das Areal kauft."

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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