Seltene Einblicke in den Turm des Schlosses in Winsen

Das Winsener Schloss
  • Das Winsener Schloss
  • Foto: Museum im Marstall
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

Frisch renoviert sind das Schloss und insbesondere der imposante Wehrturm ein echter Hingucker in Winsen. Am Sonntag, 3. Juli, besteht im Rahmen einer Führung wieder die Möglichkeit, einen Blick in Kapelle und Schlossturm zu werfen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Von 14.30 bis 16 Uhr bietet das Museum im Marstall eine Führung in die Schlosskapelle und den Schlossturm an.
Der Turm dient dem Museum als Außenstelle und beherbergt die Ausstellung „Reformation und Glaubenskrieg“.
Die Führung beginnt in der Ausstellung im Wehrturm, wo die Teilnehmer von Museumsleiterin Ilona Johannsen eine Einführung in die Grundzüge der Reformation und den 30-jährigen Krieg erhalten. Lange Zeit und auch noch um 1600 bestimmten die jeweiligen Landesherrscher die Religion ihrer Untertanen, was für das Fürstentum Braunschweig-Lüneburg ab 1529 eine weitgehende Beseitigung des alten Glaubens bedeutete. Was dies für das in Winsen ansässige Franziskanerkloster hieß, erfahren Interessierte unter anderem während der Führung. Bewegungen der katholischen Kirche zu einer Rekatholisierung nahmen auch Einfluss auf den norddeutschen Raum. Die Diskurse der Protestanten mit der katholischen Kirche und die gleichzeitige Verzahnung mit politischen Interessen mündeten 1618 in den Dreißigjährigen Krieg, in dessen Verlauf auch Winsen nicht verschont blieb. Waffen aus dieser Zeit und Dokumente aus der Kriegsführung sind Teil der Ausstellung.
Eine bekennende Lutheranerin war auch Herzogin Dorothea, die 1593 das Schloss bezog. Sie baute ihren neuen Wohnsitz aus und ließ die Kapelle neu gestalten. Das theologische Deckenprogramm der Kapelle gibt ein Zeugnis ihres Glaubens. Ilona Johannsen erläutert im Rahmen der Führung auch die Gestaltung der Deckenfresken.
Für die Teilnahme an der Führung ist eine Anmeldung erforderlich. Diese kann telefonisch unter 04171 - 3419 oder per Mail an info@museum-im-marstall.de erfolgen.
Ebenfalls am Sonntag, 3. Juli, heißt es in der Kinderbauhütte am Winsener Schloss "Was Ziegel alles können". Beginn ist um 13 Uhr. Das Angebot des Museums im Marstall richtet sich an Kinder von fünf bis 13 Jahren und ist kostenfrei.

Mehr als 1.000 Besucher beim ersten Winsener Märchenfestival
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.