Verein "Pro Uganda" von Karsten Schulz versorgte in Afrika schon 330 Gehandicapte mit Prothesen

Erste Schritte in ein neues Leben: Karsten Schulz und sein Team fertigten in Uganda auch eine Gehhilfe für das gehandicapte Mädchen Angel an
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  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Toppenstedt/Uganda. Gehbehinderten und Amputierten Schritte in ein neues Leben ermöglichen: Das schaffen Karsten Schulz, aus Toppenstedt (Landkreis Harburg) stammender Orthopädie-Mechaniker und Fachlehrer für Orthopädietechnik, und das Team seines gemeinnützigen Vereins "Pro Uganda". Seit vier Jahren bauen sie Prothesen und andere Hilfsmittel für Gehandicapte in Afrika. "Wir haben schon über 330 Patienten erfolgreich versorgen können", freut sich Karsten Schulz nach seinem jüngsten Besuch in Uganda über das bislang dort Erreichte.
Der Verein "Pro Uganda" wurde 2013 ins Leben gerufen und hat seine Zentrale im hessischen Usingen, wo Karsten Schulz heute lebt. Die Initiative ließ in Afrika mit Hilfe großzügiger Spender - darunter viele WOCHENBLATT-Leser - und Sponsoren beispielsweise eine Orthopädiewerkstatt zur optimalen Versorgung der Betroffenen errichten.
"Für ein neues Seminargebäude, in dem Aus- und Fortbildungen angeboten werden sollen, haben wir jetzt das Fundament vorbereitet", berichtet Karsten Schulz gegenüber dem WOCHENBLATT. "Ein Neubau für die Nachsorge von 26 Patienten ist fast fertig. Hier werden amputierte Kinder und Erwachsene während der Prothesenanpassung und für die Zeit der Gehschule unterkommen können, da sie oft von weit her anreisen und die professionelle Anfertigung der Prothese inklusive der Nachsorge Zeit kostet", so der "Pro Uganda"-Vorsitzende. Die sehr engagierten sieben Mitarbeiter würden "alles geben, was in ihren Kräften steht - immer im Dienst der Menschen ohne Arme und Beine".
Begleitet und unterstützt wurde Karsten Schulz bei seinem Aufenthalt in Uganda von der beinamputierten Sabine Schipper, die die Selbsthilfegruppe "beinamputiert-was-geht" (www.beinamputiert-was-geht.de) leitet. "Mit ihrem breiten Erfahrungsschatz konnte sie in zahlreichen Gesprächen den Patienten viel Mut zusprechen, ihnen aber auch praktische Tipps für den Umgang mit den Prothesen im Alltag geben", freut sich Karsten Schulz. Vor Ort traf er auch die Orthopädiemechanikerin Isabell Lengers, die in seinem Team sieben Monate lang ehrenamtlich tätig war. Sie kümmerte sich unter anderem auch um den armamputierten Mario, dessen Prothese repariert werden musste. Von Mario erfuhren Lengers, Schulz & Co., dass Amputierte in Uganda kaum Arbeit finden, oft ausgelacht und von jahrelangen Freunden plötzlich gemieden werden, da diese die körperliche Beeinträchtigung als "Schaden" ansehen. Damit sein Handicap nicht auffällt, trägt Marion denn auch stets beidhändig Handschuhe. Karsten Schulz: "Damit wird uns einmal mehr deutlich, wie wichtig die Prothesenversorgung ist - für den Selbstwert, das gesellschaftliche Ansehen und für eine gelungene Integration."
• Für den laufenden Werkstattbetrieb benötigt der Verein "Pro Uganda" weiterhin finanzielle Hilfe. Infos erhalten Interessierte unter www.prouganda.de.

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