Winsener Initiative verspricht bessere Luft in den Einrichtungen

thl. Winsen. Gerade müssen wir erneut erleben, dass die Corona-Inzidenzwerte in der Region u.a. aufgrund der Mutanten ansteigen. Auf die Auswirkungen müssen sich Eltern, die pädagogischen Fachkräfte, aber auch die Arbeitgeber einstellen und besonders die Kinder bekommen die Auswirkungen zu spüren. Eine verlässliche Betreuung und Ausbildung unserer Kinder ist derzeit nicht möglich. "Es ist daher in unser aller Interesse, jetzt etwas zu unternehmen, die Inzidenzwerte zu reduzieren und dringend nötig vulnerable Personen zu schützen. Dies können Kinder sein, die selbst oder deren Eltern einer Risikogruppe angehören, aber auch das pädagogische Fachpersonal", so Janine Herzberger. Sie hat zusammen mit ihrem Mann Kai und Margot Schäfer die Initiative "Saubere Luft für Schulen & Kitas in Winsen" ins Leben gerufen.
Bestes Mittel, um die Luft immer wieder auszutauschen, ist das Lüften. Diverse Studien haben die Effektivität von Luftfilteranlagen belegt. Aus diesem Grund hat die Initiative zusammen mit engagierten Bürgern in den vergangenen Wochen erste Spendengelder für die Beschaffung von mobilen Luftfiltergeräten gesammelt. "Luftfiltergeräte mit HEPA-Filtern, die nicht nur in der aktuellen Pandemie unterstützen können, beseitigen 99,9 Prozent der Corona- und auch andere Viren aus der Luft und sind deshalb auch eine Investition in die Zukunft", erklärt Kai Herzberger.
"Ziel unserer Initiative ist, möglichst alle Einrichtungen mit mobilen Luftfiltergeräten auszustatten und damit einen weiteren Beitrag hin zu etwas mehr Normalität und Chancengleichheit zu leisten", so Margot Schäfer, die als ehemalige Schulleiterin die Belange von Kindern und Eltern sehr gut kennt und nachvollziehen kann.
Schulen und Kitas sowie Winsens Bürgermeister André Wiese (CDU) wurden informiert und ein Hersteller erklärte sich spontan und unbürokratisch bereit, zwei Geräte unverbindlich und kostenlos für einen Probebetrieb in je einer Kita und Schule zu liefern. Ein Gerät ist in einer Kita im Einsatz. Der Probebetrieb in einer Schule wurde von Seiten der Stadt allerdings untersagt. Das Gerät ist daher seit nunmehr fünf Wochen privat abgestellt.
"Die ablehnende Haltung der Stadt verwundert auch aufgrund der Tatsache, dass mobile Luftfiltergeräte in diversen Räumen auf Landes-, Kreis- und Kommunalebene im Einsatz sind. So auch im Finanzamt Winsen", sagt Schäfer. Und Kai Herzberger ergänzt: "Die Stadt Winsen stellt sich als familienfreundlich auf ihrer Webseite und ihren Druckmaterialien vor. Warum werden aber Kinder und Jugendliche als Menschen zweiter Klasse gesehen?"
Die Anschaffungskosten für ein Luftfiltergerät liegen bei 3.500 Euro. Die Geräte dieses Qualitätsstandards können einen Raum bis ca. 60 Quadratmeter innerhalb von zehn Minuten von Coronaviren ohne gefährliche Nebenprodukte befreien.
In der Zwischenzeit konnten in Winsen schon diverse Groß- und lokale Unternehmen wie auch Privatleute als Spender gewonnen werden. Als offiziellen Verwalter der Spenden und weiteren Unterstützer konnte die Initiative den Round Table Winsen mit ins Boot holen.
Das alles sind aber keine Argumente für die Stadt, den Testlauf zu genehmigen.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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