thl. Winsen. "Kinder an die Macht" forderte schon Herbert Grönemeyer in den 1980er-Jahren in seinem gleichnamigen Song, der im Radio rauf und runter gespielt wurde. Es gibt wohl kaum jemanden, der die Worte nicht schon lauthals bei geöffnetem Fenster im Auto mitgesungen hat. Auf die richtigen Töne kam es dabei damals nicht an.
Das ist heute anders - zumindest in der Stadt Winsen, die jetzt neue Töne anschlägt und mit der Einrichtung eines rotierenden Jugendrates beginnt. Der Arbeitskreis aus Stadtjugendpflege, Schulen, Verwaltung und Politik hat gemeinsam mit dem Demokratiepädagogen Dr. Michael Freitag und 300 beteiligten Jugendlichen ein Konzept erarbeitet, welches die Beteiligung junger Menschen von zwölf bis 19 Jahren an Winsener Themen ermöglichen und sicherstellen soll.
"Das Besondere an dieser Form des rotierenden Jugendrates ist, dass von Anfang an bis zu zehnmal mehr Jugendliche beteiligt werden als bei einem fest institutionalisierten Jugendrat", weiß Julia Meinel vom Familienbüro zu berichten. Auch Jugendliche, die sich eher etwas im Hintergrund halten und politisch noch nie aktiv waren, haben durch die zufällige Stichprobenziehung aus dem Melderegister die Möglichkeit, sich zu beteiligen, ganz unabhängig von ihrer Schulform. Dank der Befragung von 300 Jugendlichen habe man festgestellt, dass diese moderne, projektbezogene Form der Jugendbeteiligung genau am Zahn der Zeit liege und so zur Mitarbeit und dem ehrenamtlichen Engagement der Jugendlichen motiviere, heißt es aus dem Rathaus.
Derzeit wird an einem Kommunikationskonzept gefeilt, damit die Nachricht über den neuen, rotierenden Jugendrat auch dort ankommt, wo sie hingehört: bei den Jugendlichen. "Man darf also die Augen und Ohren offen halten in diesem Sommer, es wird spannend", so Meinel.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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