"Wölfe haben hier kein Lebensrecht"

Die Zahl der Schäfer ist seit Jahren rückläufig. Die Befürchtung: Durch den Wolf wird diese noch schneller abnehmen
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thl. Winsen. "Wir brauchen keine Wölfe in Deutschland. Die Raubtiere tragen dazu bei, dass die sowieso schon rückläufige Schafhaltung noch weiter zurück geht." Wendelin Schmücker aus Winsen, Sprecher der Berufsschäfer in Niedersachsen, schlägt Alarm. Grund: Berufs- und Privatschäfer sind besorgt, wie die Ausbreitung des Wolfes voranschreitet. Schmücker: "Schon jetzt leben mehr als 350 Wölfe in Deutschland. Statistisch nimmt diese Zahl pro Jahr um 1,33 Tiere zu."
In einem mehrseitigen Brief an die Bundesregierung machen die Schäfer auf ihre Not aufmerksam. Darin heißt es u.a. der Wolf sei ein Schädling, habe in Deutschland kein Lebensrecht und seine Verdrängung in früheren Jahren sei eine historische Leistung gewesen. "Die Menschen in der Weidewirtschaft sind die eigentlichen Verlierer der Wolfspopulation", Wendelin Schmücker. Bei gerissenen Tieren würden sie kaum noch Schadensersatz bekommen und ein Schutz gegen die Raubtiere gebe es nicht. "Hohe Zäune sind für Wölfe genauso wenig ein Hindernis wie Herdenhunde", weiß der Schäfer. "Es gibt kein einziges Argument, dass für Wölfe spricht. Alles spricht dagegen."

Die Zahl der Schäfer ist seit Jahren rückläufig. Die Befürchtung: Durch den Wolf wird diese noch schneller abnehmen
Berufsschäfer Wendelin Schmücker
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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