Zwischenruf: Ruhe an der Ruhestätte!

Bei Gottesdiensten in Kirchen und bei Beisetzungen von Verstorbenen an Gräbern ist mir in jüngster Zeit etwas aufgefallen bzw. aufgestoßen, dass immer mehr zur Unsitte wird. Anstatt im Gotteshaus oder draußen angesichts der letzten Ruhestätte eines Verblichenen in stiller Andacht zu verweilen, plaudern jüngere wie ältere Besucher munter und nicht eben im Flüsterton mit ihrem Gegenüber drauflos. Dabei schert es sie herzlich wenig, ob sich die Leute um sie herum oder der predigende Pastor dadurch empfindlich gestört fühlen könnten. Nicht nur, aber gerade in den sogenannten "stillen Tagen" rund um Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag sollte ein Mindestmaß an Pietät und Takt gewahrt werden. Wer dies als "Eingriff" in seine Redefreiheit begreift und seinen Mitteilungsdrang nirgends unterdrücken kann, sollte manchen Orten lieber von vornherein fern bleiben, damit wenigstens andere Menschen zur Besinnung kommen können. Christoph Ehlermann

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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