Naturbad soll entstehen
André Wieses Millionentraum für Winsen

So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie und
den Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen
  • So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie und
    den Eingangs-/Kassenbereich aus Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Winsen. Im vergangenen Dezember hat sich mit einer deutlichen Mehrheit der Stadtrat für ein Naturbad im Eckermannpark ausgesprochen und damit nicht nur den Wunsch der Bevölkerung nach einem Freibad in Winsen aufgegriffen, sondern auch den des Bürgermeisters, der das Projekt vehement vorantreibt. "André Wiese hat ein paar Träume für seine Heimatstadt. Und die dürfen gerne ein bisschen größer sein", so ein Politiker aus der Mehrheitsgruppe CDU/Winsener Liste/Waldau in Stadtrat.

"Wieses Millionentraum"

Angesichts von rund 2,8 Millionen Euro Baukosten sowie etwa 250.000 Euro an jährlichen Unterhaltungskosten stoßen die Planungen von "Wieses Millionentraum" eben nicht bei jedem auf Gegenliebe.

Der Eckermannpark ist bisher so etwas wie das verlorene Kind der Stadt. Trotz des guten Pflegezustandes, der guten Voraussetzungen als Veranstaltungsfläche sowie der Sport- und Freizeitangebote wird er nur wenig frequentiert. Eine negative Auswirkung davon ist die hohe Anzahl der jährlichen Vandalismus-Fälle und der dadurch entstehenden Kosten.

Eckermannpark hohes Potenzial

"Dabei hat der Park aufgrund seiner Größe von rund sieben Hektar und als zentrumsnaher Standort mit gleichzeitiger Naturnähe das hohe Potenzial, einen wichtigen Beitrag für die Freizeitinfrastruktur der Stadt zu leisten", so Bürgermeister André Wiese (CDU). Um über dieses Potenzial zu sprechen und eine Nachnutzung des Parks zu entwickeln, fanden in den Jahren 2017 und 2018 im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses zahlreiche Öffentlichkeitsveranstaltungen sowie interdisziplinäre Arbeitstreffen statt.
Aus diesem Prozess kristallisierte sich mit starker Zustimmung ein Naturbad mit biologischer Aufbereitung als potenzielle Hauptnutzung für den Eckermannpark heraus. Wie das Naturbad konkret aussehen könnte, zeigt eine Machbarkeitsstudie, die im vergangenen Jahr dem Ausschuss für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vorgestellt wurde. Die Entwürfe fanden großen Zuspruch und mit dem Beschluss des Haushaltes 2020 soll nach den Sommerferien ein Planungsbüro mit der weiteren Konkretisierung der Naturbad-Planung beauftragt werden.

Erste planungsrechtliche Schritte

Um die Errichtung des potenziellen Naturbads und die dafür notwendigen Anlagen planungsrechtlich vorzubereiten und die spätere Umsetzung baurechtlich zu ermöglichen, sind sowohl eine Änderung des Flächennutzungsplans im entsprechenden Bereich als auch die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. Mit den Vorbereitungen für diese Beschlüsse wird sich der Planungsausschuss am 28. Mai befassen. Eine der wenigen Sitzungen, die derzeit stattfinden. "Kein Wunder, sonst kann unser Bürgermeister seine Träume im Juni nicht im Rat durchbringen", so der Politiker aus der Mehrheitsgruppe weiter. "Bleibt am Ende die Frage, wie weit sich die Stadt verschulden muss, nachdem bedingt durch die Corona-Pandemie Einnahmen wegbrechen und Kosten durch Rettungsschirme steigen."

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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