thl. Winsen. Beteiligt sich die Stadt Winsen an der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Harburg oder doch nicht? Die Meinungen der Politik dazu gehen in unterschiedliche Richtungen. Größter Streitpunkt: die Höhe der Mieten. Der Landkreis strebe eine Miethöhe zwischen 8,45 und 10,70 Euro pro Quadratmeter an, heißt es. Da stelle sich die Frage nach dem sozialen Wohnungsbau. Denn das Wohnungsbauunternehmrn Süderelbe würde als Genossenschaft Wohnungen schon für acht Euro pro Quadratmeter anbieten.
Die CDU will den Beitritt der Stadt in die Kommunalgesellschaft des Landkreises mittragen. Grund: Man sehe die Notwendigkeit, ein breites Angebot an bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Allerdings, so macht Fraktionschef André Bock deutlich, müssen sich schon alle Mittelzentren im Landkreis sowie die kleinen Kommunen beteiligen. "Eine reine Winsener Gesellschaft wird es mit uns nicht geben", warnt Bock.
Doch genau dieses will Nino Ruschmeyer (FDP), sollte es mit dem Landkreis keinen Konsens geben. "Eine Wohnungsbaugesellschaft in der Rechtsform einer GmbH, deren Aufsichtsrat ausschließlich aus Hauptverwaltungsbeamten und Angestellten im öffentlichen Dienst besteht, lehnen wir strikt ab", so Ruschmeyer. Daher solle die Stadt zusammen mit dem Landkreis eine Wohnungsbaugenossenschaft gründen. Klappt das nicht, soll die Stadt ihre eigene Genossenschaft auf die Beine stellen.
Ein ganz anderes Problem sieht die SPD. "Dass Winsen sich beteiligen muss, ist klar, denn bis 2020 fehlen in unserer Stadt 643 Wohnungen", so Vorsitzender Benjamin Qualmann. Dafür müsse die Stadt allerdings rund fünf Millionen Euro an Mitteln aufbringen. Geld, dass sie nicht habe. Qualmann: "Deswegen müsste eine Beteiligung auch über die Bereitstellung von Grundstücken erfolgen können."

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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