Die Schutzstreifen bleiben (noch)

Die parkenden Fahrzeuge im Bereich Einmündung Eckermannstraße stellen eine Gefahr da. 
Eine Lösung dagegen wurde aber noch nicht gefunden  Foto: thl
  • Die parkenden Fahrzeuge im Bereich Einmündung Eckermannstraße stellen eine Gefahr da.
    Eine Lösung dagegen wurde aber noch nicht gefunden Foto: thl
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

Stadt will neue Verkehrszahlen abwarten / Entscheidung über Parkverbot in der Niedersachsenstraße weiterhin offen

thl. Winsen. Die Schutzstreifen auf der Bahlburger Straße bleiben bestehen - zumindest zunächst erst einmal. Der Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt verständigte sich darauf, abzuwarten, bis die neuesten Verkehrszahlen vorliegen.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, hatte das Niedersächsische Verkehrsministerium die Stadt aufgefordert, die Schutzstreifen zu entfernen, weil diese nicht mehr der Norm entsprechen würden. Hintergrund: Das Ministerium sieht die Restfahrbahnbreite unter Beachtung des durchschnittlichen täglichen Verkehrs von 3.870 Fahrzeuge mit einem Schwerlastanteil von 8,5 Prozent nicht als ausreichend an. Seiner Ansicht nach sei die Kreisstraße überdurchschnittlich belastet und hinsichtlich der Klassifizierung habe das Interesse des fließenden Verkehrs besonderes Gewicht. Ein gefahrloses Begegnen von Pkw mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zum Radfahrenden ohne den Schutzstreifen zu überfahren, könne mit der vorhandenen Restfahrbahnbreite und dem schmalen Schutzstreifen nicht gewährleistet werden, heißt es. Ob diese Verkehrszahlen, vor allem dem Schwerlastverkehr betreffend, stimmen, soll jetzt geprüft werden. Solange wolle man abwarten und der Aufforderung des Ministeriums keine Folge leisten. "Vielleicht haben wir mit den neuen Zahlen Argumente, die Ansicht des Landes zu konterkarieren", so Bauamtsleiter Andreas Mayer.
Ebenfalls ohne Entscheidung wurde der Punkt "Verkehrssituation Niedersachsenstraße" zurück in die Fraktionen gegeben. Wie berichtet, wollte die Verwaltung zwischen Eckermannstraße und Rosenweg ein eingeschränktes Halteverbot einrichten, welches durch Zulassen von Gehwegparken Höhe Haus Nr. 61 unterbrochen wird, und das gegenüberliegende Halteverbot bis zum Zebrastreifen verlängern.
Die Meinung der Politiker war gespalten. Während Bernd Meyer (Gruppe Grüne/Linke) die "Idee sehr sinnvoll" fand, hielt Roderik Pfreundschuh (AfD) davon gar nichts. "Die Situation, wie sie jetzt ist, bremst den Verkehr doch auch aus. Und ich finde es nicht schädlich, wenn Verkehrsteilnehmer auch mal aufpassen müssen", sagte er. Fatih Sarikaya (Gruppe FDP/Sarikaya) plädierte dafür, den Konrolldruck zu erhöhen und notfalls auch abschleppen zu lassen, wenn ein Haltverbot eingerichtet werden sollte.
Das Problem ist, dass der Parkdruck in der Niedersachsenstraße und den umliegenden Straßen sehr hoch ist. Deswegen müsse eine vernünftige Lösung gefunden werden, hieß es. Und weiter: Zudem müsse man den Lieferverkehr berücksichtigen, dem man mit einem absoluten Halteverbot das Leben unnötig schwer mache.
Ein weiterer Punkt im Bauausschuss war der Masterplan Bahnhofstraße. Die Verwaltung stellte die angedachten Sofortmaßnahmen vor. So sollen z.B. die Abstell-anlagen für Fahrräder strukturiert und zentralisiert und einige Grünanlagen zurückgebaut werden. "Es gibt zu viele Schmuddelecken", meinte Planerin Angelina Gastvogel.

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