Eine Absage aus Hannover

Enttäuscht: Bürgermeister André Wiese
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thl. Winsen. Bittere Enttäuschung für Winsens Bürgermeister André Wiese (CDU): Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) hat seine Bitte, von der Förderobergrenze für das Programm "Soziale Stadt" und der Stadt Winsen mehr Geld auszuzahlen, abgeschlagen. Hintergrund der Bitte: Für das Sanierungsverfahren des Albert-Schweitzer-Viertels sind der Stadt über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 1,68 Millionen Euro Zuschuss bewilligt worden. Von diesem Geld werden jährlich sechs Prozent der fälligen Bausumme ausgezahlt. "Dieser Anteil ist aber nicht ausreichend", begründet Wiese seine Bitte.
Alle von der Stadt vorgetragenen Argumente haben die Ministerin augenscheinlich nicht überzeugt. "Dabei haben wir gute Gründe für eine andere Aufteilung der Fördergelder ins Feld geführt", so Wiese. Es sei ja nicht darum gegangen, die Gesamtförderung anzuheben. Ziel sei vielmehr eine Umverteilung zugunsten der Tätigkeit der Stadt als Sanierungsträger. Denn im Vergleich zu anderen Maßnahmen handele es sich hierbei um eine eher geringe Gesamtförderung. Hinzu komme, dass der Eigentümer der Wohnblocks, die mittlerweile insolvente Capricornus Investment aus Berlin, jegliche Kooperation vermissen lassen. Deswegen seine die Sanierungsschritte und -erfolge maßgeblich von der Stadt abhängig. Wiese: "Von uns wird dadurch deutlich mehr verlangt als von Sanierungsträgern in Gebieten, in denen Eigentümer die Sanierung aktiv fördern oder zumindest nicht behindern." Trotz der "unterlassenen Hilfeleistung" aus Hannover sei die weitere Sanierung des Wohngebietes aber nicht in Frage gestellt.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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