Grünes Licht für Neubau einer Stadtbücherei für Winsen

Die erste Grobplanung des Bücherei-Neubaus. Er gliedert sich in einen dreigeschossigen
Hauptbaukörper sowie einen zweigeschossigen Nebenbaukörper   Foto: Stadt Winsen
  • Die erste Grobplanung des Bücherei-Neubaus. Er gliedert sich in einen dreigeschossigen
    Hauptbaukörper sowie einen zweigeschossigen Nebenbaukörper Foto: Stadt Winsen
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thl. Winsen. Auf einstimmige Empfehlung des Kulturausschusses hat der Verwaltungsausschuss jetzt den Weg für den Neubau der Stadtbücherei frei gemacht. Das Gremium entschied, die notwendigen Schritte für den Bau, der zwischen dem Marstall und dem neuen Kreishaus entstehen soll, sowie die Umgestaltung des Marstalls einzuleiten. Als "Wohnzimmer der Winsener" soll mit dem Bibliotheksneubau ein moderner Begegnungs- und Kommunikationsort entstehen mit einem breit aufgestellten Medienangebot, einem Veranstaltungs- und Seminarraum, ausreichend Arbeitsplätzen und gemütlichen Leseecken sowie frei zugänglichem WLAN.
Seit Mai vergangenen Jahres war eine Arbeitsgruppe mit dem Planungsprozess beschäftigt. Außer einem Mitglied jeder Stadtratsfraktion gehörten der Gruppe auch Prof. Dr. Rolf Wiese (als Vorsitzender des Heimat- und Museumvereins), Dieter Kindler (als Vorsitzender des Vereins Konzerte in Winsen), Markus Laudahn (als Vorsitzender des Kulturvereins), André Wiese (Bürgermeister), Mareike Lappat (Leiterin der Stadtbücherei), Stefan Schmitt-Wenzel (Leiter des Sachgebietes Hochbau und Gebäudewirtschaft) und Stadtsprecher Theodor Peters,in dessen Geschäftsbereichs-Verantwortung die Stadtbücherei fällt, an.
Die Fläche des Neubauvorhabens gehört zu dem mit Bäumen bestandenen Schlosspark. Vorbereitend hat die Stadt deshalb durch einen Gutachter feststellen lassen, welchen Wert die Bäume in dem betroffenen Bereich haben und welche Maßnahmen zu ihrem Schutz vor Beeinträchtigungen in und nach der Bauphase erforderlich sind. Sechs Bäume müssen gefällt werden, und zwar jeweils eine Blutpflaume, Eberesche, Esche, Kastanie, Walnuss und Hainbuche. Ortsbildprägend ist davon nur die letztgenannte Hainbuche, die – anders als die beiden noch älteren und größeren Buchen südlich der Baufläche – nicht stehen bleiben kann. Zum Ausgleich dieses unvermeidbaren Eingriffs sollen acht Bäume in unmittelbarer Nähe angepflanzt werden.
Die Hauptbaumasse der geplanten Bibliothek wird möglichst dicht an die südliche Grundstücksgrenze herangeschoben, um die Wirkung des angrenzenden, denkmalgeschützten Marstalls nicht zu beeinträchtigen. Der geplante Neubau gliedert sich in einen dreigeschossigen Hauptbaukörper sowie einen zweigeschossigen Nebenbaukörper, der Richtung Schlosspark vorgelagert ist. Beide Gebäudeteile werden durch einen transparenten Glasbau miteinander verbunden. Die leicht gegeneinander geneigten Stirnflächen beider Baukörper sowie die schrägen, gegenläufigen Dachflächen verleihen der Gesamtanlage Dynamik und bilden zusammen mit dem Marstall eine spannungsvolle Einheit. Die Schrägstellung der Baukörper und Bauteile interpretiert das Thema "mittelalterliche Stadtstrukturen". Der Westgiebel des Marstalls wird bewusst freigehalten. Durch die Gebäudeanordnung entsteht zwischen dem alten Marstall und dem Neubau eine einladende Hofsituation.
Mitte 2023 soll mit dem Bau der neuen Bibliothek begonnen werden. Ende 2024 soll sie bezugsfertig sein. Eine Kostenschätzung gibt es noch nicht. Lediglich in der mittelfristigen Finanzplanung ist für den Bibliotheksneubau ein grober Kostenrahmen von neun Millionen Euro angegeben. Ob die Stadt damit auskommt, dürfte allerdings sehr fraglich sein, da sich die Planung noch in einem sehr frühen Stadium befindet und die Detailplanung noch aussteht. Da der Neubau eine Maßnahme der Innenstadtsanierung "Winsen2030" sein soll, hofft die Stadt aber auf Fördermittel in Höhe von zwei Drittel der Kosten.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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