Landkreis Harburg im Digitalpakt ganz vorn

Freuten sich über die Bescheide (v. li.): Rainer Rempe, SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers (Lüneburg), CDU-Landtagsabgeordneter André Bock und Grant Henrik Tonne
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thl. Winsen. Insgesamt 54 Bescheide über Fördergelder in Höhe von rund 7,02 Millionen Euro überreichte Niedersachsens Kultusminister Grant Henrik Tonne (SPD) an Landrat Rainer Rempe. Das Geld stammt aus dem Digitalpakt und soll für den Aufbau der digitalen Infrastruktur an den 29 weiterführenden Schulen unter der Trägerschaft des Landkreises verwendet werden. Laut Minister Tonne ist der Landkreis Harburg im Abrufen der Fördermittel aus dem Digitalpakt landesweit an der Spitze.
Das digitale Lernen soll noch in diesem Jahr an der IGS Buchholz, dem Gymnasium am Kattenberge und der Oberschule Rosengarten umgesetzt werden. Die weiteren Schulen sollen bis Ende 2023 folgen. In einer Workshop-Kaskade, die über zwei Monate mit zehn Ganztagsterminen lief, hatten Leiter und Lehrer aus 20 Schulen, drei Elternvertreter, drei Kommunalpolitiker sowie Vertreter des Landkreises zusammen mit externen Moderatoren das IT-Konzept erarbeitet. "Das die drei genannten Schulen zuerst an der Reihe sind, ist der Tatsache geschuldet, das diese bereits ans Breitbandnetz angeschlossen sind", machte Anke Wilcke, Leiterin der Stabsstelle Schule/ÖPNV/Sport, deutlich.
"Der Umgang mit digitalen Medien gehört heute zur Lebensrealität der Schüler", sagte der Minister. "Wir müssen uns daher an den Schulen mit den Chancen und Gefahren auseinandersetzen." Das sah auch Landrat Rempe so: "Der digitale Wandel wird das Schulleben verändern." Aus diesem Grund wurde das 522 Millionen Euro umfassende Gesamtpaket des landesweiten Digitalpakts bereits aufgestockt. So sei man bei Beratungen gerade auf der Zielgeraden, um weitere 52 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, damit Notebooks und Tablets angeschafft werden können, die für Schüler vorgesehen sind, deren Familien sich so eine Anschaffung nicht leisten könnte. Denn die Schüler sollen für das digitale Lernen ihre eigenen Geräte mit zur Schule bringen. "An der IGS Buchholz wird seit sieben Jahren mit eigenen Geräten praktiziert, und dabei haben wir überwiegend positive Erfahrungen gemacht", sagte Dennis Lidzba, Vorstand des IT-Dienstleisters ITK Harburg.
Überhaupt würde die Anschaffung von Geräten für alle rund 21.000 Schüler den Landkreis Harburg viel Geld kosten. Hinzu kommen steigende IT-Sachkosten von jetzt rund 1,8 Millionen Euro auf etwa 6,5 Millionen Euro jährlich. "Das ist für uns, die bis 2026 sowie rund 140 Millionen Euro in die Schulen des Landkreises investieren wollen, eine weitere finanzielle Herausforderung", so Rempe. Dieser stelle man sich aber gerne.

Freuten sich über die Bescheide (v. li.): Rainer Rempe, SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers (Lüneburg), CDU-Landtagsabgeordneter André Bock und Grant Henrik Tonne
Gudrun Voigt, Leiterin der Oberschule Salzhausen, mit den Förderbescheiden des Landes
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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