Stadt Winsen plant für 2020 Rekordinvestitionen
Millionen für Infrastruktur

Kämmerer Matthias Parchatka   Foto: Stadt Winsen
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  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Winsen. Der Haushalt der Stadt Winsen für 2020 ist ausgeglichen und weist einen Überschuss in Höhe von 566.100 Euro aus. "Dennoch ist im nächsten Jahr eine Kreditaufnahme in Höhe von 9.093.900 Euro zu veranschlagen, um die umfangreichen Investitionen in Höhe von 21.184.100 Euro finanzieren zu können", sagte Kämmerer Matthias Parchatka jetzt bei der Vorstellung des Zahlenwerkes im Finanzausschuss.
Damit ist klar: 2020 will die Stadt erneut eine Rekordinvestition tätigen. Denn mit dem Bau von Sporthallen, "Winsen 2030", Feuerwehrhäusern und Kindertagesstätten stehen zahlreiche Projekte an. Allein dafür sind rund 11,5 Millionen Euro eingeplant. Hinzu kommen rund 6,2 Millionen Euro an Grunderwerbskosten.
Hieran werde deutlich, so Parchatka weiter, dass im Ergebnishaushalt ein deutlich höherer Überschuss anzustreben sei, damit sich die Stadt in der Zukunft nicht übermäßig verschulde. "Um dies zu erreichen, wurden bereits im Vorwege die Mittelanmeldungen der Fachbereiche einer kritischen Betrachtung unterzogen und die Haushaltsansätze mit den Rechnungsergebnissen des Vorjahres und des laufenden Jahres abgeglichen. Dadurch konnte rund eine Million Euro eingespart werden", machte der Kämmerer deutlich. "Darüber hinaus wurden die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in gleicher Höhe wie im laufenden Haushaltsjahr veranschlagt, so dass nochmals hohe Nachzahlungen auf die Vorjahre notwendig sein werden, um den Ansatz zu erreichen."
Auf der Aufwandseite wurde die Kreisumlage mit dem derzeit gültigen Hebesatz von 49 Punkten veranschlagt. Die gestiegene Steuerkraft der Stadt und der prognostizierte Anstieg des Grundbetrages für die Schlüsselzuweisungen führt dazu, dass die Umlage um 733.200 Euro steigt und rund 2,4 Millionen Euro über dem Rechnungsergebnis 2017 liegt. Bekanntlich hat der Landkreis Harburg die Umlagegrundlage im Jahr 2018 um 2,5 Punkte gesenkt. Parchatka: "Gleichwohl steigt die Belastung für die Kommunen von Jahr zu Jahr zunehmend an. Ein Punkt Kreisumlage bedeutet für die Stadt Aufwendungen von rund 427.400 Euro, sodass es dringend erforderlich ist, dass der Landkreis den Umlagesatz deutlich senkt, insbesondere, damit die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur geschultert werden können, ohne mittelfristig eine Überschuldung zu riskieren."
Der Haushalt hat ein Volumen von knapp 62,1 Millionen Euro und ist damit in der Höhe um gut zwei Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Angestiegen sind auch die Personalkosten, und zwar um gut 764.000 Euro auf jetzt 11,667 Millionen Euro. Gestiegen sind auch die Schulden, die nach jetzigen Berechnungen Ende 2020 rund 18 Millionen Euro betragen werden und sich somit gegenüber 2018 nahezu verdreifacht haben.

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