Ruth Alpers kritisiert Landrat Rainer Rempe für Logo-Relaunch

Ruth Alpers (Grüne) hat ihre Kritik am Logo-Relaunch erneuert
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"Geld verschwendet für unnötige Imagepflege"

mum. Winsen. "Kann Landrat Rainer Rempe nicht mit Kritik umgehen?", fragt Ruth Alpers, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag. Alpers ist verärgert über Äußerungen, die der Landrat im Zuge der Präsentation des neuen Landkreis-Logos am vergangenen Donnerstag gegenüber der Presse gemacht hat. Rempe hatte erneut sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht, dass es erst im Nachgang Kritik an den Kosten in Höhe von 335.000 Euro für das gesamte Projekt (unter anderem Homepage, Beschilderung und Logo-Relaunch) gegeben hat. "Bei der Präsentation vor den Fraktionsspitzen gab es keinen Widerspruch - nur Zustimmung." Konkret nannte Rempe Alpers.
"Diese Darstellung ist falsch", kontert jetzt die Grünen-Chefin. "Herr Rempe verstößt nun auch noch gegen seine Pflicht zur Amtsverschwiegenheit, denn über den Verlauf einer nicht-öffentlichen Sitzung darf niemand berichten." Alpers hinterfragt nach wie vor, warum die Logo-Thematik nicht im Zuge einer öffentlichen Sitzung vorgestellt worden war. "Vielleicht hatte Landrat Rempe auch da schon Angst vor kritischen Fragen", sagt Alpers. Die Aktion mit dem neuen Logo sei großenteils unnötig und damit Verschwendung von Steuergeld. "Dies und nichts anderes habe ich immer vertreten und werde ich auch weiterhin vertreten."
Alpers räumt ein: "Der alte Internetauftritt war nicht benutzerfreundlich. Es war schwierig, zu den gewünschten Informationen zu kommen. Dagegen ist die neue Homepage deutlich besser." Anders sieht das beim Logo aus: "Das alte Logo gefiel mir gut. Ich brauche kein neues Design. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Mit Steuergeld sollte man jedoch sparsam umgehen."
Aus Sicht Alpers' sei der Landkreis kein Wirtschaftsbetrieb, der Kunden anwerben muss. "Wer zum Landkreis kommt, um ein Auto anzumelden, einen Sozialantrag oder einen Bauantrag zu stellen, hat keine Wahl. Die Leistung gibt es nur beim Landkreis. Eine informative Internetseite hilft den Bürgern, sich zu orientieren. Das Logo ist dabei völlig unwichtig." Deshalb bleibe sie bei ihrer Kritik: "Hier wurde Geld für unnötige Imagepflege verschwendet."
Im Zuge der Homepage-Vorstellung hatte Rempe betont, dass der Landkreis sich bei der Suche nach neuen Mitarbeitern in einem Wettbewerb mit Unternehmen aus der freien Wirtschaft befinde. "Unsere Außendarstellung ist wichtig, um attraktiv zu sein." Homepage und Logo seien dabei wichtige Faktoren.

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Waren diese 335.000 Euro wirklich notwendig?

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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