SPD Winsen hofft auf große Nachfrage bei Förderprogramm

SPD-Fraktionschef Benjamin Qualmann   Foto: Ilker Evcan
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thl. Winsen. Die Winsener SPD hatte mit ihrem Antrag zum Haushalt 2021 den Grundstein für das Förderprogramm zur Unterstützung von Gewerbetreibenden bei der Digitalisierung gelegt, das jetzt von der Stadt auf den Weg gebracht wurde (das WOCHENBLATT berichtete). Jetzt hoffen die Sozialdemokraten auf eine starke Nachfrage.
"Digitalisierung muss als Chance gesehen werden. Wir halten es darüber hinaus auch weiterhin für erforderlich, insbesondere den Einzelhandel in Winsen in dieser schweren Gesamtlage während der Pandemie, z.B. bei der Schaffung von alternativen Absatzwegen, Unterstützung anzubieten", sind sich Fraktionsvorsitzender Benjamin Qualmann und Frithjof Krusch aus der SPD-Arbeitsgruppe "Wirtschaft und Digitalisierung" einig. "Deshalb freuen wir uns, dass die Verwaltung das Programm so schnell auf den Weg gebracht hat."
Mit dem Förderprogramm wird es einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent, maximal 2.500 Euro je Antragsteller, auf Digitalisierungsprojekte geben. Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. "Wir hatten seinerzeit 5.000 Euro je Antragsteller vorgesehen, mussten hier aber leider einen Kompromiss eingehen", so Qualmann. "Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass die Förderbedingungen wie angekündigt demnächst öffentlich zugänglich sind, sodass Anträge gestellt werden können."
Mehr Engagement und Geschwindigkeit erwartet die SPD auch im Wohnungsbau. Sie wünscht sich von der Verwaltung auch an anderer Stelle eine gleichermaßen schnelle Umsetzung ihrer vom Rat beschlossenen Anträge. "Mit Blick auf bezahlbaren Wohnraum, z.B. für junge Menschen, die von zu Hause ausziehen, oder dringend benötigte Fachkräfte aus Pflege und Handwerk, sehen wir nicht, dass CDU und Verwaltung hier ein vergleichbares Tempo vorlegen", so Qualmann.
Hintergrund: Mit dem Haushalt 2020 wurde beschlossen, ein Wohnraumversorgungskonzept zu erstellen. Neben der Frage, wie der Mietwohnraumbedarf für die nachfragenden Bevölkerungsgruppen in Winsen gedeckt werden kann, war zu prüfen, wie innerhalb von fünf bis zehn Jahren mindestens 200 öffentlich geförderte Mietwohnungen und 300 Wohnungen mit dauerhaft bezahlbaren Mieten in Winsen geschaffen werden können. Gut ein Jahr nach dem Ratsbeschluss wurde Ende November 2020 ein erster Entwurf für ein Konzept vorgelegt. "Von einem Fortschritt zu mehr bezahlbaren Wohnraum findet sich darin allerdings keine Spur", kritisiert Qualmann.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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