Projekt Winsen 2030
"Wenn wir es jetzt anpacken, dann richtig"

So soll der Kirchplatz später aussehen   Fotos: Cappattistaubach/thl
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  • hochgeladen von Thomas Lipinski

Politik erteilt vielen Einsparmöglichkeiten bei Umgestaltung der Innenstadt eine Absage / Baukosten steigen auf über zehn Millionen Euro

thl. Winsen. Mit rund 10,2 Millionen Euro wird die Umgestaltung der Innenstadt als Haupteinkaufsstraße in Winsen (HKW) deutlich teurer als geplant. Aus diesem Grund hatte die Verwaltung für den Planungsausschuss zahlreiche Kosteneinsparungen vorgeschlagen. Doch die Politiker machten da größtenteils nicht mit. Ihr Motto: "Wenn wir die Sache jetzt einmal anpacken, dann richtig."
Das traf vor allem bei der Auswahl des Bodenbelages zu. Der Planungsentwurf sieht für den Bodenbelag in vier Abschnitten verschiedene Verlegemuster vor. Die südliche Rathausstraße bis einschließlich der Eckermannstraße wird im Reihenverband verlegt. Nördlich der Eckermannstraße beginnt das Stadtparkett im Fischgrätverband. Es schließt den Kirchplatz mit ein, mit Ausnahme eines Saumes um die Kirche, wo wieder das vorhandene Kopfsteinpflaster verlegt wird. Die Nordertor- und Marktstraße nehmen erneut den Reihenverband auf, und zwar bis zu dem Bereich der Deichstraße, der sich auf der Luhe-Insel befindet. Hier soll ein Polygonalverband verlegt werden, um die Besonderheit der Insellage hervorzuheben. Hinsichtlich der verwendeten Materialien kamen vier Alternativen in Betracht. Nach langer Diskussion entschlossen sich die Ausschussmitglieder schließlich mehrheitlich für die Verlegung von Natursteinen, die die Baukosten noch einmal um rund 400.000 Euro teurer macht und deutlich mehr kostet, als ein Betonstein (9,2 Millionen Euro). Lediglich die Gruppe Grüne/Linke stimmte dagegen, was allerdings seine Ursache darin hat, dass sie im Ganzen gegen die Umgestaltung ist.
Auch auf einen Nebeleffekt beim geplanten Wasserspiel vor dem Rathaus wollen die Politiker nicht verzichten. Die 29.500 Euro dafür seien gut angelegt. "Wenn wir das streichen, sparen wir an der falschen Ecke", sagte Nino Ruschmeyer (FDP).
Etwas günstiger werden aber die Sitzgelegenheiten. Nach dem vorgelegten Entwurf der Planung sind alle Sitzgelegenheiten Sonderanfertigungen, wobei regionale Handwerksbetriebe in die Erstellung eingebunden werden sollen. Demgegenüber will die Stadt aber durch die Verwendung von standardisierten, hochwertigen Produkten insbesondere für die 16 "Sitzbänke" rund 45.000 Euro einsparen.
Bei der Beleuchtung votierte der Ausschuss für Lampenmodelle, die pro Stücke rund 2.000 Euro. Für Müllbehälter werden rund 19.000 Euro ausgegeben und für Fahrradbügel werden es rund 43.000 Euro sein.
Abschließend beschäftigt sich der Stadtrat am kommenden Montag, 23. September, ab 19.15 Uhr in der Stadthalle mit dem Thema.

So soll der Kirchplatz später aussehen   Fotos: Cappattistaubach/thl
Architekt Matthias Staubach mit einer Auswahl der Naturstein-Bodenbeläge

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