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Schon zerstört: Anti-Prostitutions-Plakat vor Bordell

Bunter Veranstaltungsmix im Museum im Marstall in Winsen

"Ein Hafen für Winsen - Stadtgeschichtliche Forschungsergebnisse" ist der Titel eines Vortrages von Dr. Jürgen Klahn, den er am Samstag, 4. Juni, von 16.30 bis 18 Uhr im Museum im Marstall hält zu einem Vortrag von Dr. Jürgen Klahn ein.
In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat der Referent eine Vielzahl an Schriftquellen zur Stadtgeschichte aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit aufgefunden, ausgewertet und zum Teil veröffentlicht. Dabei haben sich insbesondere für die Entstehungsgeschichte der Stadt neue Erkenntnisse ergeben. Ende des zwölften Jahrhunderts war es Herzog Heinrich der Löwe, der im heutigen Stadtzentrum einen neuen Hafen anlegen wollte. Die Anlage dieses Hafens erforderte etwa gleichzeitig eine Befestigung als auch eine Stadt mit Kirche. Dr. Klahn arbeitet in seinem Vortrag die zentrale Bedeutung dieses Hafens heraus und erläutert die Folgen für die Entstehung und weitere Entwicklung Winsens. Die Beziehungen zum Fürstentum Lüneburg und die inneren Verhältnisse dieser Hafenstadt, wie die soziale Schichtung oder das Stadtrecht, werden in diesem Zusammenhang ebenfalls thematisiert.
Im weiteren Vortrag geht Dr. Klahn auf die baulichen Entwicklungen Winsens bis ins 18. Jahrhundert ein. Er widmet sich der Bedeutung der drei geistlichen Stiftungen in Winsen sowie dem Einfluss der großen Stadtbefestigung mit Wällen und Gräben und dem Brand von 1585 auf die Bebauungsgeschichte. Der Häuserbestand des 16. bis 18. Jahrhunderts wurde anhand von Listen der Stadtkämmerei detailliert erforscht. In diesem Rahmen konnten einige Jahreszahlen zu Erstnennungen von Gebäuden und Einrichtungen korrigiert oder erstmals benannt werden. Eine Liste dieser Erkenntnisse wird beim Vortrag präsentiert werden.
Ein kurzer Abriss der Stadtgeschichte, der dem Vortrag zugrunde liegt, kann im Kreiskalender 2021 nachgelesen werden. Dieser kann über das Museum im Marstall bezogen werden.
Der Eintritt zum Vortrag kostet 3 Euro für Erwachsene. Mitglieder des Heimat- und Museumvereins, Kinder bis 18 Jahre und Menschen mit Behinderung (GdB ab 80) haben freien Eintritt.

- Am Sonntag, 5. Juni, findet wieder die beliebte historische Stadtführung des Museums im Marstall statt: die Von 14.30 bis 16 Uhr nimmt Johanna die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf eine Reise ins alte Winsen um 1600.
Wie sah Winsen vor gut 400 Jahren aus? Wie lebte es sich damals? Und wie lebte es sich als Frau zu dieser Zeit? Das sind Fragen, die auf der Tour behandelt werden. Vom Museum im Marstall aus geht es zunächst zum Schloss. Von dort zur alten Wassermühle, dem alten Franziskanerkloster und natürlich auch zur St. Marien Kirche, die zu ihrer Lebzeit bereits viele Jahrzehnte vorzuweisen hatte.
Begleitend zur Stadtführung berichtet die Hebamme aus ihrem Leben und ihrer Arbeit: von der damaligen Geburtshilfe, den Vorbereitungen der Geburt, dem sogenannten Gebärstuhl und einem möglichen Kaiserschnitt. Historische "Werkzeuge“ aus der Geburtshilfe machen die Tour sehr anschaulich. Ein wichtiger Bestandteil der Frauenheilkunde war das Wissen um die Wirkung zahlreicher Kräuter, sei es zur Unterstützung der Schwangerschaften oder um einen Abort herbeizuführen. Damit einhergehend thematisiert die Führung auch Hexenprozesse, die zur damaligen Zeit für viele kräuterkundige Hebammen zum Verhängnis wurden.
Die Führung dauert etwa 1,5 Stunden und kostet 3 Euro pro Person. Eine Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl sehr zu empfehlen. Diese kann per Mail an info@museum-im-marstall.de oder telefonisch unter 04171 - 3419 erfolgen.

- Wie schaffte man früher Bauholz aus entfernteren Gegenden zum Bauen nach Winsen? Nicht per Lkw, sondern übers Wasser - über die Elbe, die Ilmenau und die Luhe. Am Sonntag, 5. Juni, von 13 bis 17 Uhr können Kinder von fünf bis 13 Jahren genau das ausprobieren.
Bei der Kinderbauhütte am Winsener Schloss geht es an diesem Sonntag um Fuhrleute und Flößerei. Am Ufer der Luhe wird probiert, wie mit einem Flößerhaken Holz gezogen und bewegt und wie es auch wieder aus dem Wasser gefischt werden kann. Nachdem das Holz bearbeitet wurde, geht der Transport mit Schubkarre und Bollerwagen zur Baustelle. Dort bauen die Kinder gemeinsam ein Bauernhaus im Maßstab 1:3 auf.
Ganz praktisch und unter fachkundiger Anleitung lernen die Kinder, wie früher Häuser in unserer Gegend erbaut wurden. Das Angebot der Kinderbauhütte ist frei besuchbar und kostenlos. Eine Aufsicht durch die Eltern ist vor allem bei den kleineren Kindern notwendig.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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