Ehemaliger Winsener Heimatvereins-Chef erinnert sich
Vortrag über Kinderlandverschickung in Kriegsjahren

Rückblick auf 1942: Klaus Benndorf (oben, etwas "gequetschter" 3. v. li.) im Zug bei der Kinderlandverschickung
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  • Rückblick auf 1942: Klaus Benndorf (oben, etwas "gequetschter" 3. v. li.) im Zug bei der Kinderlandverschickung
  • Foto: Heimat- und Museumverein Winsen
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ce. Winsen. "Als Achtjähriger im Krieg unterwegs" ist der Titel eines Vortrages, zu dem der Heimat- und Museumverein (HuM) Winsen am Samstag, 10. Oktober, im Rahmen seiner Reihe "Klock halv fief" um 16.30 Uhr im Veranstaltungssaal des Marstall-Museums (Schlossplatz 11) einlädt. Klaus Benndorf, ehemaliger Vorsitzender des HuM, berichtet von seinen Erlebnissen in Hessen bei der Kinderlandverschickung während des Zweiten Weltkriegs.
"Auf Anordnung des Führers werden Kinder aus Gebieten, die immer wieder nächtliche Luftalarme haben, zunächst insbesondere aus Hamburg und Berlin, aufgrund freier Entschließung der Erziehungsberechtigten in die übrigen Gebiete des Reiches verschickt.
Die Unterbringungsaktion beginnt am Donnerstag, den 3. Oktober 1940." Mit diesem zunächst vertraulichen Schreiben an alle Reichs- und Parteistellen Deutschlands begann die Kinderlandverschickung. Schon bald wurden weitere, ebenfalls von den Bombenangriffen der Alliierten betroffene Städte in das Programm aufgenommen.
Eine große Anzahl von Grundschülern wurde in sogenannten luftsicheren Gebieten bei Pflegefamilien untergebracht. Wegen der zunehmenden Gefahr entschieden sich 1942 auch die Eltern des damals achtjährigen Klaus Benndorf, ihn mit seinem älteren Bruder nach Hessen zu schicken. Und so starteten die beiden vom Bremer Hauptbahnhof aus mit einem Zug voller Kinder Richtung Süden.
Benndorf erzählt nun bei seinem Vortrag in Winsen von seinen Erinnerungen an diese Zeit, die er zunächst auf einem Bauernhof in einem kleinen hessischen Dorf und später bis zum Kriegsende 1945 mit der Restfamilie in der Nähe von Eschwege verbrachte. "Es waren die schönsten und prägendsten Jahre meiner Kindheit“, so Benndorf, der auch als Erwachsener immer wieder gern zum Wandern in die "Hessische Schweiz“ zurückgekehrt ist.
Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, meldet sich im Marstall-Museum unter Tel. 04171 - 3419 an. 35 Teilnehmer sind zugelassen. Der Eintritt kostet 3 Euro. Vereinsmitglieder haben freien Eintritt. Wer am Eingang Vereinsmitglied wird, kann sofort kostenlos dabei sein.

Rückblick auf 1942: Klaus Benndorf (oben, etwas "gequetschter" 3. v. li.) im Zug bei der Kinderlandverschickung
Referent Klaus Benndorf auf einem Foto von 2017
Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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