Winsener Trauergruppe für Kinder besteht seit einem Jahr

Betreuen mit weiteren Ehrenamtlichen die Kinder-Trauergruppe: Andrea Kenne (li.) und Evelyn Kuchenbecker vom Ambulanten Hospizdienst       Foto: Wilfried Staake
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ce. Winsen. Genau seit seinem Jahr betreut der Ambulante Hospizdienst des Kirchenkreises Winsen Kinder, die einen nahen Angehörigen verloren haben. In einer kleinen Trauergruppe mit dem Namen "Wolkenschieber" haben die Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren die Möglichkeit, andere betroffene Kinder zu treffen. Sie unternehmen etwas miteinander und können über das Erlebte sprechen. Die Gruppe trifft sich im Gemeindezentrum St. Jakobus (Borsteler Weg 1a), die Teilnahme ist kostenlos.
Nach einem Eingangsritual, bei dem jedes Kind für seinen Verstorbenen eine Kerze entzündet, geht es spielerisch und kreativ weiter. "Ein offener Umgang mit Sterben, Tod und Trauer sowie das Erkennen der eigenen Gefühle und Erinnerungen an den Verstorbenen sind Themenschwerpunkte", sagt Hospiz-Koordinatorin Andrea Kenne. Gemeinsam mit jeweils einer Ehrenamtlichen aus dem Hospiz-Team leitet sie die Gruppe. Es sei gut - so Kenne -, dass es das Angebot gebe, denn Kinder hätten berichtet, dass sie mit Gleichaltrigen in der Schule oder beim Sport nicht über den Tod ihres Angehörigen sprechen könnten. Kenne weist darauf hin, dass kein Kind in der Gruppe etwas sagen muss. Jeder entscheide selber. "Aber es ist gut, es auszuprobieren“, rät sie betroffenen Kindern. Den meisten Gruppenteilnehmern gefalle es ausgesprochen gut und sie kämen jedes Mal gern wieder.
Weil es im Bereich Winsen bisher keine Kinder-Trauerangebote gab, hat sich der Hospizdienst, der ansonsten schwerkranke und sterbende Erwachsene betreut, dieser Aufgabe gestellt. Die Gruppenarbeit ist aber nur ein Teil des Kindertrauer-Angebotes. Ebenfalls wichtig sei der Austausch mit den Schulen, dort besonders mit den Sozialarbeitern und Betreuungskräften, betont Andrea Kenne. Auch die Beratung und Begleitung der Familien der Kinder werde immer wieder in Anspruch genommen.
Inzwischen sind die ursprünglich geplanten zehn Treffen der Trauergruppe vorbei, die Kinder wollten aber gern weitermachen. So wurde die bestehende Gruppe kürzlich erweitert. Wer ein Kind oder einen Jugendlichen kennt, dessen Angehöriger verstorben ist, sollte auf diese Gruppe hinweisen.
Auch für Jugendliche ab 13 Jahren will der Hospizdienst ein Gruppenangebot starten. Hierzu sind die Hospiz-Mitarbeiter derzeit im Gespräch mit Schulen und Ansprechpartnern in den Kirchengemeinden.
• Wer an der Kinder-Trauergruppe teilnehmen möchte, sollte sich vorher beim Hospizdienst unter Tel. 04171 - 6900602 anmelden. Infos auch unter www.ambulanter-hospizdienst-winsen.de.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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