Einmalige Überbrückungshilfe
Corona-Hilfe: Landkreis Harburg gibt den Sportvereinen 48.000 Euro zusätzlich

Eiszeit im Breitensport: Die Vereine sind im Lockdoen lahmgelegt.
Ein Unbekannter erinnert mit seinem Aufruf im Schnee daran,
dass Sport gesund ist
  • Eiszeit im Breitensport: Die Vereine sind im Lockdoen lahmgelegt.
    Ein Unbekannter erinnert mit seinem Aufruf im Schnee daran,
    dass Sport gesund ist
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  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

(ts). Der Landkreis Harburg soll den Kreissportbund (KSB) in diesem Jahr ausnahmsweise 48.000 Euro zusätzlich geben, um in der Corona-Krise in Not geratenen Sportvereine zu helfen. Das hat der Sportausschuss des Kreistags mit großer Mehrheit empfohlen. Der Zuschuss des Landkreises Harburg an den Kreissportbund erhöht sich damit im Jahr 2021 auf insgesamt 200.000 Euro. Die FDP hatte die Überbrückungshilfe beantragt.
Der Landkreis unterstützt den Kreissportbund mit Zuschüssen für die Bezahlung von Übungsleitern. Die Überbrückungshilfe werden nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt, erklärte KSB-Vorstandsmitglied Walter Allert den Mitgliedern im Sportausschuss. Vereine, die in Not sind, würden selbstverständlich Anträge stellen. Auch kleinere Sportvereine, die Übungsleiter stündlich bezahlen, würden unterstützt, versicherte Walter Allert. Voraussetzung sei, dass es sich um qualifizierte, also ausgebildete Trainer handelt.
In der Corona-Krise lag der Mitgliederschwund bei den 186 Sportvereinen im Landkreis Harburg nach Angaben des Kreissportbunds bei acht Prozent. Einige Sportvereine hätten wegen des geltenden Breitensportverbots zur Eindämmung der Corona-Pandemie mehr als 1.000 Mitglieder verloren, begründete Nicole Bracht-Bendt (FDP) den Antrag auf einmalige Überbrückungshilfe. Nach der Bund-Länder-Konferenz am vergangenen Mittwoch bleibt der Amateursport weiter ohne eine Perspektive für eine Öffnung des Trainings- und Wettbewerbetriebs. Nur Profisportler dürfen derweil weiter unter Ausschluss von Zuschauern Spiele und Wettbewerbe ausrichten.
Einige Mitglieder des Sportausschusses sehen in der Corona-Krise nicht den einzigen Grund für den Mitgliederschwund in den Vereinen. Die Entwicklung habe bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie eingesetzt. Gesellschaftliche Entwicklungen, zum Beispiel die zunehmende Zahl von Jungen und Mädchen im Ganztagsschulbetrieb, seien Gründe dafür. Gudrun Voigt, Vertreterin der Schulleitungen im Ausschuss für Schule und Sport: "Wir brauchen Ideen, die es ermöglichen, dass Sportvereine Mitglieder zurückgewinnen können."

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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