Stöckter Judokas trotzen Corona

Ein Teddybär diente als
Partner bei der Gürtelprüfung 
Foto: HSV Stöckte
  • Ein Teddybär diente als
    Partner bei der Gürtelprüfung
    Foto: HSV Stöckte
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Hajime – beim HSV Stöckte ist Judo mehr als nur ein Sport

thl. Stöckte. Judo ist eine der Sportarten, die am stärksten und längsten durch die Kontaktbeschränkungen der Pandemie beeinträchtigt wurde. Zweikämpfe, kämpferische Spiele und das normale Training mit einem Partner, den man auf die Matte wirft oder am Boden kontrolliert, waren in der gewohnten Form seit Mitte März undenkbar.
Doch die Judoabteilung vom Hansa Sportverein (HSV) Stöckte, als derzeit erfolgreichste und aktivste Judoabteilung im Landkreis, hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Pandemie mit all ihren Auswirkungen die Stirn zu bieten und ein Alternativprogramm auf die Beine zu stellen, welches mit allen Hygienebedingungen konform geht.
Zu Beginn gab es ein wöchentliches Training im Livestream für verschiedene Alters- und Leistungsgruppen, ab Juni ging es dann auf dem Sportplatz an der frischen Luft weiter mit kontaktlosem Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining sowie judospezifischer Gymnastik. Nach diesem anstrengenden Training ohne den sonst vorhandenen Fun-Faktor, der sich automatisch aus Zweikampfspielen oder Übungen mit einem Partner ergibt, gab es für die Gruppe, deren Sportler dem Judosport schon lange treu sind, meist eine Überraschung – als Entschädigung für die fehlende Normalität. So entwarfen die Trainer einen Ippon-Eisbecher in Eigenkreation, genossen einen kühlen Ipanema sowie frische Waffeln und veranstalteten auch mal eine Wasserschlacht. Es konnte sogar eine Gürtelprüfung der etwas anderen Art stattfinden. Neben der Fallschule wurden Würfe und Haltetechniken gezeigt, nun jedoch entweder mit einem Geschwisterkind, einem großen Teddy oder einer selbstgebauten Wurfpuppe. Alle Prüflinge waren sehr gut vorbereitet und die Prüferinnen vergaben viermal die Bestnote.
Doch das Trainerteam sieht diese Zeit auch als Chance und stärkt und fördert im Ersatztraining das Teamgefühl, die Fitness und Beweglichkeit der Sportler und hat so Zeit, intensiv die Bewegungsmuster und Basis-Eingänge, Zug- und Wurfrichtungen exakt zu vermitteln, was sie dann später ein großes Stück nach vorne bringt für ein noch stärkeres Judo der HSV-Sportler.
Nicht nur im Verein wurde ehrenamtliches Engagement gelebt. Für den Kreisfachverband Harburg-Land wurde durch die beiden Abteilungsleiterinnen des HSV Stöckte ein virtuelles Turnier veranstaltet, bei dem die Kinder über eine Online-Plattform in verschiedenen Sportübungen gegeneinander antreten konnten. Später folgte noch eine virtuelle Quizshow, die auch über die Grenzen hinaus so gut ankam, dass sie direkt bundesweit für den Deutschen Judobund erneut angefragt und durch die beiden Trainerinnen umgesetzt wurde.
In der Judoabteilung im HSV Stöckte öffnen sich für Anfänger und Wiedereinsteiger jeden Alters wieder die Türen. Für Neueinsteiger gilt es sich jedoch vorher an judo@hsvstoeckte.de anzumelden, es werden dann die Hygieneregeln und weitere Hinweise sowie Trainingszeiten bekannt gegeben.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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