560 Tonnen Grünkohl wurden in Winsen geerntet

Fleißig im Einsatz: rumänische Helfer beim Verladen des Grünkohls auf Lkw
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ce. Winsen. "Auch wenn einige Felder wegen des dauernden Regens abgesoffen sind, haben wir mehr Grünkohl geerntet als im Vorjahr." Dieses positive Fazit zog jetzt Landwirt Heinrich König aus dem Winsener Ortsteil Borstel, der seit mehr als 50 Jahren als "Grünkohl-Manager" die Erntearbeit seiner Berufskollegen aus der Region koordiniert. Insgesamt rund 560 Tonnen der "Friesenpalme" - wie das Gemüse wegen seiner Form genannt wird - ernteten vier Landwirte aus Winsen und Umgebung in den vergangenen neun Wochen. Unterstützt wurden sie dabei von Helfern, die vorwiegend aus Rumänien stammen.
Die Ernte wurde auf dem Hof von Heinrich König in Borstel, wo auch Enkelin Theresa mit anpackte, auf Lkw verladen und zur Fabrik der Lipperland Konserven GmbH bei Bielefeld transportiert. "Fast 40 Ladungen mit jeweils 16 bis 18 Tonnen Grünkohl habe ich dorthin gebracht", berichtet Speditionsfahrer Johann Löwen. In Bielefeld wird der Kohl in Dosen verpackt, erhitzt, im Wasserbad wieder abgekühlt und zu den Händlern gebracht, wo die Kunden den Gaumenschmaus kaufen können.
Lange Zeit schien es ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass Grünkohl eisigen Temperaturen ausgesetzt werden müsse, wenn es lecker sein sollte. "Die Zeiten, in denen der Kohl Frost braucht, sind vorbei. Bei den neuen Sorten reichen allgemein kühle Temperaturen über Null Grad aus, um ihn schmackhaft zu machen", so Heinrich König.

- "Friesenpalmen"-Rezepte zum Nachkochen:
Klassischer Grünkohl wie bei Muttern:
Zutaten für acht Portionen: 2,4 kg Grünkohl, vier Zwiebeln, 50 g Schmalz (Gänseschmalz), 1 l doppelt konzentrierte Fleischbrühe (Brühwürfel für 2,5 l Wasser in 1 l auflösen), 2 EL mittelscharfer Senf, 10 Pinkelwürste, 8 Kohlwürste oder geräucherte Mettenden, 500 g geräucherter und gestreifter Speck, 8 Kasseler-Koteletts, Haferflocken sowie Salz und Pfeffer aus der Mühle.
Zubereitung: Den Gänseschmalz in einem großen Topf erhitzen und die fein gewürfelten Zwiebeln darin anschwitzen. Kohl dazugeben und einen 3/4 l heiße Brühe angießen. Topf schließen und den Kohl bei geringer Hitze in ca. 30 Min. garen. Von zwei bis drei Pinkel die Pelle abziehen, Würste klein schneiden und in den Kohl einrühren. Speck und zwei bis drei Mettenden mit hineingeben. Topf verschließen und weiter bei geringer Hitze zwei Stunden ganz leicht kochen. Kohl umrühren, damit nichts anbrennt. Die Koteletts nicht mit zum Kohl geben, sie werden sonst trocken und hart.
Nach 2 St. Speck und Mettwürste aus dem Kohl nehmen und beiseite stellen. Abschmecken, salzen, pfeffern, den Senf und eventuell einen zerbröselten Brühwürfel in den Kohl rühren. Dann wird der Topf mit fast geschlossenem Deckel zum Abkühlen gestellt.
Am anderen Tag den Kohl wieder erhitzen und umrühren. Damit die Konsistenz des Kohls nicht zu dünnflüssig wird, Haferflocken dazugeben und mitkochen.
Quelle für die Rezepte: chefkoch.de.

Klassischer Grünkohl für Veganer:
Zutaten für vier Portionen: 500 g Grünkohl, eine vegane Pinkelwurst, eine gr. Zwiebel, 2 EL veganer Zwiebelschmalz, Salz und Pfeffer, 1/2 TL Piment, 400 ml kräftige Gemüsebrühe, 1 kg Kartoffeln und etwas Öl.
Zubereitung: Zuerst die Zwiebel fein hacken. In einem großen Topf etwas Öl erhitzen, die vegane Pinkel hineingeben, mit einem Bratenwender "zerkrümeln" und dann anbraten. Die gehackte Zwiebel dazugeben und kurz mit anbraten. Den Grünkohl zufügen und alles mit Brühe ablöschen. Den Piment und das Zwiebelschmalz zugeben. Den Grünkohl bei mittlerer Hitze 30 Minuten köcheln lassen, umrühren und mit Brühe auffüllen, wenn es zu dickbreiig ist. In dieser Zeit die Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser gar kochen.
Quelle: chefkoch.de

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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