Friseur-Obermeister Jens Bahlburg übergibt Amt an Katharina Kalinowsky
"Die Innung ist in guten Händen"

Wechsel an der Innungs-Spitze (v. re.): Obermeisterin Katharina Kalinowsky, ihr Vorgänger und jetziger Ehrenobermeister Jens Bahlburg und Lehrlingswartin Diana Meyer-Klische   Foto: ce
  • Wechsel an der Innungs-Spitze (v. re.): Obermeisterin Katharina Kalinowsky, ihr Vorgänger und jetziger Ehrenobermeister Jens Bahlburg und Lehrlingswartin Diana Meyer-Klische Foto: ce
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ce. Winsen. Katharina Kalinowsky (40) aus Tostedt ist neue Obermeisterin der Friseur-Innung des Kreises Harburg. Auf der jüngsten Frühjahrsversammlung der Innung wurde die seit 15 Jahren selbstständige Friseurmeisterin zur Nachfolgerin von Jens Bahlburg (62) aus Egestorf gewählt. Bahlburg gab seinen Posten auf eigenen Wunsch nach knapp 19 Jahren ab.
Im Jahr 1987 hatte Bahlburg seine ehrenamtliche Tätigkeit im Fachbeirat der Friseur-Innung begonnen. 13 Jahre später wurde er zum Obermeister gewählt. Seit 2001 sitzt Bahlburg zudem im Rechnungsprüfungsausschuss der Kreishandwerkerschaft, und seit 2014 gehört er der Vollversammlung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade an. Als Anerkennung seines herausragenden Engagements wurde er nun zum Ehrenobermeister ernannt.
Katharina Kalinowsky ist seit dem vergangenen Jahr Vorstandsmitglied in der Friseur-Innung und bislang Lehrlingswartin gewesen. Diese Aufgabe übernimmt nun Diana Meyer-Klische aus Winsen. "Katharina hat unseren Facebook-Auftritt gestaltet und sich auch sonst schon sehr stark eingebracht. Bei ihr ist die Innung in guten Händen", zeigte sich Jens Bahlburg beeindruckt.
Als erste Amtshandlungen möchte Kalinowsky einen Facebook-Workshop anbieten, mit dessen Hilfe die Innungsmitglieder die Online-Auftritte ihrer Salons kreieren können, und die Freisprechungs-Feiern für die Gesellen künftig moderner stattfinden lassen.
• Als letzte eigene Amtshandlung hatte Jens Bahlburg zuvor seinen Bericht vorgelegt. Demnach hat die Innung derzeit 56 Mitglieder, in deren Betrieben 41 Lehrlinge ausgebildet werden. Als neue Ausbildungsvergütungen gibt es seit August 2018 500 Euro im ersten, 590 im zweiten und 700 Euro im dritten Lehrjahr.
Zum 1. Januar 2020 soll laut Bahlburg die sogenannte Mindestausbildungsvergütung in Kraft treten. Im von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek vorgelegten Entwurf sind 504 Euro im ersten, 529 Euro im zweiten und 554 Euro im dritten Lehrjahr vorgesehen. "Die Friseure in Niedersachsen werden damit keine Probleme haben, denn ab 1. August dieses Jahres bekommen Lehrlinge hier 510, 600 und 725 Euro", betonte Jens Bahlburg.
Etwas Kopfzerbrechen bereite den Friseuren nach wie vor die Schwarzarbeit. Das aus dem Zentralverband der Friseure, Ver.di und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) bestehende Bündnis habe im vergangenen Jahr 50 Prozent mehr Kontrollen durchgeführt als in 2017. Nach Überprüfung von 1.508 Betrieben durch den Zoll in Kooperation mit dem Bündnis habe es unter anderem 537 Strafverfahren wegen Abgabenhinterziehung und Leistungsmissbrauch sowie 375 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten gegeben. Es sei ein wirtschaftlicher Schaden von knapp drei Millionen Euro entstanden, und die überführten Betriebe müssten Geldstrafen in Höhe von rund 350.000 Euro zahlen.

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