Mega-Panne bei der Telekom

Georg Schmithüsen sit stinksauer auf die Telekom - zu recht
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thl. Winsen. Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Georg Schmithüsen, Geschäftsführer des Bestattungsunternehmen Richard Meyer in Winsen, ist stinksauer auf die Telekom. Grund: Das Unternehmen hat seine Telefon- und Internetleitung gekappt, nur, weil ein Mitarbeiter offensichtlich geschlampt hat.
Begonnen hat die Geschichte kurz vor Weihnachten. „Wir bieten unseren Kunden ein umfangreiches Servicepaket an. Dazu gehört u.a. auch die Kündigung des Telefonanschlusses des Verstorbenen“, erklärt Schmithüsen. Das Institut schickte kurz vor dem Fest ein kurzes Anschreiben auf dem Firmenbriefpapier sowie eine Kündigung samt Sterbeurkunde zur Telekom.
„Als wir nach Weihnachten wieder in unser Büro kamen, ging schon das Internet nicht mehr“, so Schmithüsen. Da glaubte er noch an einen technischen Fehler und rief bei der Telekom an. Was er da zu hören bekam, verschlug ihm die Sprache. „Ich hätte meinen Anschluss gekündigt und das Telefon werde deshalb in Kürze auch abgestellt“, erzählt der Bestatter. Und plötzlich war die Leitung tatsächlich tot.
Wo der Fehler lag, war eindeutig. Der zuständige Telekom-Mitarbeiter hatte zwar die Kündigung zur Kenntnis genommen, allerdings nicht den Anschluss des Verstorbenen abgestellt, sondern den des Bestattungsinstituts.
Was folgte, waren endlose Telefonate per Handy mit dem Telekommunikationsriesen. „Immer wieder hing ich in der Warteschleife, teilweise mehr als 20 Minuten“, ärgert sich Schmithüsen. Er errang zumindest einen Teilerfolg - das Telefon funktioniert mittlerweile wieder. Doch das Internet funktioniert immer noch nicht. „Die Telekom behauptete, es sei mein Fehler und wollte mir einen Mechaniker schicken, für den ich 78 Euro bezahlen sollte“, so Georg Schmithüsen.
Eine Mail vom WOCHENBLATT an die Pressestelle der Telekom brachte schließlich die Wendung. „Der Internetanschluss kann zwar systembedingt erst zum 15. Januar bereitgestellt werden. Die
Kosten für den Techniker werden dem Kunden aber selbstverständlich erstattet“, teilt Sprecherin Susanne Bruns schriftlich mit. Und weiter: „Der Grund für den bedauerlichen Fehler lässt sich im Nachhinein leider nicht mehr nachvollziehen. Wir entschuldigen uns und bedauern die Unannehmlichkeiten, die Herrn Schmithüsen entstanden sind.“ Er habe jetzt die Möglichkeit, Regressansprüche geltend zu machen. Georg Schmithüsen: „Mir hilft am meisten, wenn mein Internet tatsächlich am Montag wieder funktionieren würde.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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