Winsener Archtitekt baut in Russland

Jörg Kröger machte sich vor Ort ein Bild von dem Areal, auf dem der Freizeitkomplex entstehen soll
  • Jörg Kröger machte sich vor Ort ein Bild von dem Areal, auf dem der Freizeitkomplex entstehen soll
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thl. Winsen. Es dürfte als gesichert gelten, dass mehr Winsener wissen, wo Moskau liegt, als Russen wo Winsen liegt. Und dennoch gibt es zwischen einigen Luhestädtern Verbindungen in den Osten.
Diese wurden jetzt dem Architekten Jörg Kröger zum positiven "Verhängnis": Für einen Investor aus der südrussichen Stadt Krasnodar plant er dort einen riesigen Freizeitkomplex mit Schwimmbad, Seenlandschaft, Hotel und Eventhalle für rund 3.500 Gäste. "Das Areal ist etwa 100 Hektar groß und derzeit eine reine Grünfläche mit Büschen und Bäumen", beschreibt Kröger die Situation vor Ort.
Planungen in Russland sind für Jörg Kröger nichts Neues. Bereits 2006 sollte er in Moskau eine große Skihalle ähnlich dem von ihm entwickelten ehemaligen Snowdom in Bispingen bauen. "Der Grundstein wurde damals auch gelegt. Dann waren aber Wahlen und der zuständige Gouverneur verlor seinen Posten. Deswegen wurde die Halle nie weiter gebaut", erzählt Kröger. Das kann mit dem Freizeitkomplex nicht passieren, weil es sich um einen Privatinvestor handelt.
Natürlich war Kröger überrascht, als ihn der Anruf aus Krasnodar erreichte. "Sie wurden mir empfohlen. Wollen Sie mal gucken kommen?", fragte der Anrufer. Und Kröger wollte. Fünf Tage später flog er nach Südrussland, um sich das Areal anzuschauen. Derzeit laufen Gespräche, Untersuchungen und Vertragsvorbereitungen. Kröger: "Wenn alles planmäßig läuft, wird der Entwurf noch zum Frühherbst den Investoren in Zeichnung und Modell vorgestellt."
Doch warum beauftragen Russen einen deutschen Architekten? "Ganz einfach - In Russland sind die Deutschen und ihre Arbeit hoch angesehen", sagt Kröger.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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