Winsener Traditionsunternehmen Kuhse gerettet

Die Firma Kuhse an der Kleinbahn in Winsen bleibt weiter bestehen - und mit ihr auch ein Großteil der Arbeitsplätze   Foto: thl
  • Die Firma Kuhse an der Kleinbahn in Winsen bleibt weiter bestehen - und mit ihr auch ein Großteil der Arbeitsplätze Foto: thl
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Die insolvente Alfred Kuhse GmbH wurde verkauft / Viele Arbeitsplätze bleiben erhalten

thl. Winsen. Der Schock saß tief, als die 1928 gegründete Elektrofabrik Alfred Kuhse im Oktober 2019 Insolvenz anmeldete (das WOCHENBLATT berichtete). Doch nach harten und schweren Monaten ist jetzt klar - das Traditionsunternehmen ist gerettet, und mit ihm ein Großteil der Arbeitsplätze.
Während des Insolvenzverfahrens wurde der Betrieb vollumfänglich fortgeführt und größere Projekte im In- und Ausland ohne Einschränkungen fertiggestellt und an die Kunden ausgeliefert. "Wesentliche Grundsteine der Sanierung waren und sind die außerordentliche Loyalität und Motivation der Mitarbeiter, die eine reibungslose Abwicklung der Kundenaufträge auch in der Insolvenz ermöglicht haben", sagt Insolvenzverwalter Dr. Tjark Thies von der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte.
Gleich zu Beginn des Insolvenzverfahrens wurde die Centuros Consult aus Hamburg von der Insolvenzverwaltung mit der Betriebsfortführung beauftragt. Parallel wurde zwischen der Alfred Kuhse und dem börsennotierten US-Konzern Woodward Inc. eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, mit dem Ziel, ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen. Centuros wurde von Woodward und von der Insolvenzverwaltung mit der Investorensuche für das Gemeinschaftsunternehmen beauftragt. Die komplexe und neuartige Transaktionsstruktur Konzern-Carve-Out/Verkauf aus der Insolvenz sowie die COVID-19-Pandemie erschwerten die Bedingungen bei der internationalen Investorenansprache.
Der Hamburger Unternehmer Michael Krieger steigt als Investor beim Gemeinschaftsunternehmen Kuhse Power Solutions GmbH ein. "Krieger wird sich aktiv in das Unternehmen einbinden und die Integration der beiden Unternehmen vorantreiben. Ein Großteil der Arbeitsplätze am Standort in Winsen kann gerettet werden", sagt Dr. Thies. "Das Unternehmen wird seine hochspezialisierten Leistungen im Bereich der Planung, Programmierung und Fertigung komplexer Schaltanlagen in Zukunft sowohl von Winsen als auch dem bisherigen Sitz der Woodward Power Solutions GmbH in Kempen erbringen."

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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