Corona-Krise
"Zahlreiche Betriebe stehen am Abgrund"

IHK-Präsident Andreas Kirschenmann

(bim/nw). Der Präsident der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW), Andreas Kirschenmann, begrüßt, dass sich Bund und Länder auf erste Lockerungen im Zuge der Coronakrise verständigt haben. „Für viele Unternehmen ist dieser Shutdown von existenzieller Natur. Trotz aller Hilfsmaßnahmen, die bereits auf den Weg gebracht wurden, muss uns klar sein, dass zahlreiche Betriebe am Abgrund stehen.“ Für den IHK-Präsidenten ist es daher nur ein erster Schritt, dass ab kommendem Montag Einzelhändler bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche unter Berücksichtigung der Hygiene- und Desinfektionsrichtlinien wieder öffnen dürfen. Kirschenmann unterstrich, dass das Niedersächsische Sozialministerium inzwischen klargestellt habe, dass dieses Recht auch für größere Einzelhandelsunternehmen gelte, die eine entsprechende Ladenfläche abtrennen.
„Wir wünschen uns, dass in den nächsten 14 Tagen an einem ‚Plan für alle‘ gearbeitet wird, der auch den Unternehmen anderer Branchen wieder eine Perspektive gibt.“ Kirschenmann empfahl, dabei nicht nach Branchen zu differenzieren, sondern klare Hygiene- und Desinfektionsvorgaben zu machen, die von allen Unternehmen und deren Kunden umgesetzt werden müssten.
Der IHK-Präsident betonte zugleich, dass die Eindämmung der Pandemie im Mittelpunkt aller Entscheidungen stehen müsse.
Der Shutdown belastet die regionale Wirtschaft enorm. Laut einer Umfrage der IHKLW spüren 95 Prozent der regionalen Unternehmen negative Auswirkungen. Und eine Zwischenauswertung der laufenden Konjunkturumfrage zeige, dass niedersachsenweit 40 Prozent der Unternehmen mit Liquiditätsengpässen kämpfen und jedes sechste sich als insolvenzgefährdet einstuft. Beratungsservice ausgebaut Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg hat ihren Corona-Beratungsservice ausgebaut: www.ihk-lueneburg.de/corona-beratung. Weitere Informationen gibt es unter: www.ihk-lueneburg.de/corona.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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